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B&E Ausgabe 4/2011 – Männer und Frauen

Editorial „Frauen sind anders ..."

Liebe Leserinnen und Leser,

die Zeiten, als Frauen nicht Lehrerin werden durften, sind so lange noch nicht her. Und auch jene Tage, als Weiblichkeit als ein Faktor sozialer Benachteiligung galt, sind allen Bildungsreformern noch präsent – das katholische Mädchen aus dem bayerischen Wald.

Das Blatt scheint sich gewendet zu haben. Heute sind junge Frauen in Schule und Universität erfolgreicher als ihre männlichen Pendants. Im Bildungssystem selbst sind die Frauen als Beschäftigte auf dem Vormarsch – mit steigender Tendenz.

Auf  eine neue Debatte  um soziale Benachteiligung musste nicht lange gewartet werden – die der Jungen und jungen Männer. Sogar die OECD fand dafür in ihren diversen Untersuchungen aktuelle Anhaltspunkte.

B&E konzentriert sich in dieser Ausgabe deshalb ganz auf's Geschlecht – selbstverständlich von zwei Seiten: einer weiblichen und einer männlichen…

Wir freuen uns über Ihr Interesse und sind gespannt auf Ihre Anregungen.

Ihre B&E-Redaktion


Editorial „... und Männer sowieso“

Liebe Leserinnen und Leser,

Jungen gelten als die neuen sozialen Verlierer in unseren Schulen und Hochschulen. Der zunehmende Anteil von Frauen auf allen Bildungsfeldern  nimmt Ihnen die Vorbilder – heißt es. Ein Sozialisationsrisiko durch sexuelle Benachteiligung?

Manche gehen noch weiter: Alles endogen – Männer und Frauen sind unterschiedliche Menschen. Und brauchen deshalb auch verschiedene Pädagogiken. Ansichten wie diese stützen sich auf Erkenntnisse einer modernen biologischen Hirnforschung, der Kritiker eine Vernachlässigung des sozialen Faktors nachsagen. Und eine Festlegung auf altbekannte Rollen.

Was ist dran an der neuen sozialen Frage in der Schule? B&E lässt in dieser Ausgabe die Protagonisten zu Wort kommen – suum cuique

Wir freuen uns über Ihr Interesse und sind gespannt auf Ihre Anregungen.

Ihre B&E-Redaktion


Beiträge online

Kommentar – Bildungsrepublik anpacken statt Anzeigen-PR zumuten
von Udo Beckmann

Als sich im Oktober vor drei Jahren in Dresden Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten auf eine Bildungsrepublik Deutschland verständigten, war das Echo in der Bevölkerung der Bundesrepublik unisono überwältigend positiv. Natürlich stieg damit auch das Risiko für die Politik, greifbare Taten vorweisen zu müssen.
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Mehr Frauen in der Bildung – brauchen wir männliche Vorbilder?
von Hannelore Faulstich-Wieland

Seit bereits einem Jahrzehnt gibt es eine neue Debatte um Benachteiligungen im Bildungssystem. Vor allem die PISA-Studien haben die Erkenntnis erbracht, dass in Deutschland der Bildungserfolg (immer noch) ganz wesentlich von der sozialen Herkunft abhängt.
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Von Warmduschern, Frauenverstehern und weiblichen Autisten - wie unser Gehirn beim Geschlecht mitredet
von Dieter Böhm

Sind Sie eine Frau oder ein Mann? Und … ist Ihr Gehirn eher weiblich oder eher männlich? Und ... ist der Zeigefinger Ihrer rechten Hand kürzer als der Ringfinger? Wenn ja, was bedeutet das?
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Koedukativ oder monoedukativ unterrichten? Das Beispiel Baden-Württemberg
von Edda Langecker

„Gender Mainstreaming wird Leitlinie der Landespolitik“ verkündete das Sozialministerium Baden-Württemberg bereits 2001, um „künftig landespolitische Programme und Projekte auf ihre geschlechtspolitischen Auswirkungen ... zu einem Zukunftsthema für Politik und Wirt-schaft, kommunale Verwaltung und freie Träger“ zu machen. 50 Jahre nach Implementierung der Koedukation wird die politische Entscheidung auch Schule verändern.
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Jungen fehlen Männer! Aber wieso?
von Reinhard Winter

Die Diskussion um die Lage der Jungen in der Schule wird gern zugespitzt auf das Schlagwort der „fehlenden männlichen Vorbilder“. Wie andere Verkürzungen führt auch diese in die Irre: Es wird suggeriert, durch ein paar Männer wäre Jungen geholfen, lediglich durch deren Körpergeschlecht.
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