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VBE fordert Durchlässigkeit von unten nach oben

 

„Die Abschaffung der Hauptschule ist eine Scheinlösung“, warnt Ludwig Eckinger, der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE).

 

Ludwig Eckinger fordert, „das System muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden.“ Nötig sei der Ausbau der Kindergärten als Einstieg in das Bildungssystem. Deshalb sei es auch wesentlich, Kindergartengebühren abzuschaffen und jedem Kind auf Wunsch der Eltern den Zugang zu ermöglichen. „Konsequent muss die Grundschule, in der Kinder aus allen sozialen Schichten gemeinsam lernen, auf sechs Jahre ausgeweitet werden.“ Der VBE plädiere, so Eckinger, für Zweigliedrigkeit in der Sekundarstufe. „Ein nach oben durchlässiges System aus Gymnasien und ‚Sekundarschulen’, in dem alle Schülerinnen und Schüler individuell gefördert und gefordert werden, böte jedem die Chance auf eine selbst gewählte Bildungskarriere“, betont Eckinger.

 

Dieser Paradigmenwechsel erfordere die Abschaffung der schulartgebundenen Lehrerbildung, so Eckinger. „Eine demokratische Schule braucht keine niederen und höheren Lehrer. Wenn schon Bachelor und Master in der Lehrerbildung eingeführt werden, dann müssen alle Lehramtsstudiengänge mit dem Master der Universität abschließen.“

 

„Abgeschafft gehört die zielgenaue Aussortierung von Schülerinnen und Schülern in der Sekundarstufe I“, unterstreicht der VBE-Bundesvorsitzende. „Das deutsche Schulsystem ist eine Rutschbahn. Wer von den ‚höheren Lehranstalten’ nicht gewollt wird, landet unten und bleibt dann unten, wie auch immer diese Schulform heißen mag. Das Lernen in homogenen Lerngruppen bringt dabei nicht einmal in den Gymnasien internationale Spitzenleistungen hervor, wie PISA zeigt. Verheerend sind die Folgen für Kinder aus bildungsferneren und Migrantenfamilien, denen die Integration in ein erfolgreiches Berufsleben und damit in die Gesellschaft dauerhaft erschwert wird.“

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