25.11.16 09:28

Individuelle Förderung sichert den Bildungserfolg aller Kinder


"Um der Heterogenität der Lerngruppen gerecht zu werden, ist es wichtig, jedes Kind individuell entsprechend seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten zu fördern. Würde die Politik ausreichend Personal, das Arbeiten in multiprofessionellen Teams und entsprechende Qualifizierungsangebote finanzieren, wären wir schon weiter. Stattdessen wird Programm um Programm aufgelegt, dass diese oder jene Gruppe von Schülerinnen und Schülern fördert. Dieser Flickenteppich hilft niemandem, ein Gesamtkonzept fehlt", kommentiert Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), den Bericht der ZEIT, wonach sich Bund und Länder auf ein 125 Millionen schweres Programm zur Begabtenförderung geeinigt haben. 

Dem Bericht zufolge soll das Förderprogramm zunächst an 300 Grund- und weiterführenden Schulen erprobt werden. Nach fünf Jahren soll das Programm dann an möglichst vielen Schulen eingeführt werden. Die Förderinitiative habe das Ziel, besondere Talente zu erkennen und Unterrichtskonzepte zu entwickeln, um die besten Schüler nach ihren Interessen und Fähigkeiten zu fördern. 

Der VBE-Bundesvorsitzende fasst zusammen: "Einmal mehr zeigt sich, dass Bund und Länder es versäumen, eine gemeinsame Richtung für die Bildungspolitik zu entwerfen. Anstatt Geld für die Entlastung und Unterstützung der Lehrer durch das Zusammenarbeiten in multiprofessionellen Teams auszugeben, werden Modellversuche finanziert. Wir brauchen nicht die Förderung nur Einzelner, sondern jedes und jeder Einzelnen! Wir brauchen ein Gesamtkonzept, das diesem Anspruch gerecht wird und auf Nachhaltigkeit angelegt ist.“


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