Am 22.11.2010 fand in Potsdam ein Arbeitstreffen der Schulverweigerer – Projekte des Landes Brandenburg statt. Teilnehmer an dieser Veranstaltung war der Präsident des Brandenburgischen Pädagogen-Verbandes, Torsten Tappert. Diese Projekte – insgesamt gibt es 28 im Land Brandenburg – haben das Ziel, Kinder und Jugendliche zu motivieren und zu befähigen, aktive Gestalter der Gesellschaft und ihrer Lebenswelt zu sein. Einige Kinder benötigen auf diesem Weg die Aufmerksamkeit und Unterstützung der gesamten Gesellschaft. Schulmüde, schulverweigernde Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 und 9 werden mit Partnern der Jugendhilfe außerhalb des Schulortes gefördert.
Das ist seit Jahren ein erfolgreicher Weg. Der Bildungsminister des Landes Brandenburg lobte gerade seine Politik auf dem Weg der Verringerung der Schulabbrecherquote. Innerhalb eines Jahres sank die Rate der Schulabbrecher signifikant von 11% auf 10,1%. Leider vergaß er dabei zu erwähnen, dass es gerade die an Oberschulen angeschlossenen Projekte waren, die den Hauptanteil daran haben. Schule allein kann dies nicht leisten.
Es besteht die Gefahr, dass diese Projekte 2014 sterben. Die Finanzierung gewährleistet zu 75% die Europaische Union, den Rest leistet das Land Brandenburg durch Bereitstellung von Lehrkräften im Projekt-Unterricht.
Diese Lehrkräfte wurden über Jahre hinweg – natürlich bezahlt von der Europäischen Union – fortgebildet, um den hohen pädagogischen Anforderungen gerecht zu werden. Das Bildungsministerium hat noch keine Antwort auf die Frage, was nach 2014 wird.
Sollte eine Übernahme der Finanzierung durch das Land Brandenburg nicht funktionieren, so wird ein weiterer Leuchtturm der Bildungsarbeit im Land Brandenburg wie so viele in den letzten 20 Jahren sterben.
Es war wieder mal nur ein Strohfeuer.
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