Wunsch nach Veränderungen

 

„Der VBE erwartet, dass die Landesregierung sich damit auseinandersetzt und es nicht einfach vom Tisch wischt, wenn in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest 60 Prozent für das längere gemeinsame Lernen plädieren“, kommentiert der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann. „Es ist nicht das erste Ergebnis dieser Art, sondern bestätigt den immer drängender werdenden Wunsch nach Veränderungen.“

 

Dieser Wunsch zeigt sich auf allen Ebenen: Kommunen beantragen Gesamtschulen oder entwickeln andere Konzepte, um ein wohnortnahes vollständiges Schulangebot in neuer Form anbieten zu können. Eltern wollen, dass die Schulabschlüsse für ihre Kinder möglichst lange offen gehalten werden. Immer mehr Hauptschulen schließen, die Nachfrage nach Plätzen in Gesamtschulen wächst.

 

„Die Landesregierung darf diese Entwicklungen nicht länger ignorieren“, so Beckmann. „Es handelt sich dabei nicht um kurzfristig auftauchende und schnell wieder erledigte Moden, sondern um nicht umkehrbare gesellschaftliche Entwicklungen.“

 

Politik muss die Bedürfnisse der Menschen ernst nehmen und darauf mit nachhaltigen Konzepten reagieren. Die Kommunen brauchen mehr Gestaltungsfreiheit in Bezug auf ihr Schulangebot, die Nachfrage der Eltern nach Schulen, in denen die Kinder länger gemeinsam lernen können, muss befriedigt werden.

 

„In diesem Zusammenhang ist auch der Vorschlag der SPD-Fraktion diskussionswürdig, das Abitur alternativ nach 12 oder 13 Schuljahren anzubieten“, so Beckmann. „Wenn die Nachfrage danach besteht, sollte ein solches Angebot auch geschaffen werden können.“

 

PD 07/10

 

 

www.vbe-nrw.de

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