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Bildungsreport 2010

VBE: Trend zu Schulen mit Abituroption setzt sich fort 

„Der Rückgang der Schülerzahlen an Haupt- und Realschulen sowie deren Anstieg an Gesamtschulen und Gymnasien zeigt, dass der Trend zur Wahl von Schulformen anhält, die die Option Abitur anbieten“, kommentiert der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann den heute vorgelegten Bildungsreport NRW. „Der organisatorische Zusammenschluss von Haupt- und Realschulen kann vor diesem Hintergrund keine Lösung sein, die dauerhaft trägt.“

Der VBE hält die Einrichtung von Gemeinschaftsschulen für den richtigen Weg, um diesem unumkehrbaren Trend zu begegnen. Die Schülerzahlen werden weiter sinken, die Nachfrage der Eltern nach Schulformen mit Abituroption wird weiter steigen.

„Der Modellversuch Gemeinschaftsschule hat in kurzer Zeit in den Kommunen viel in Bewegung gebracht“, so Beckmann. „Es wird vielerorts ideologiefrei über die Zukunft des örtlichen Schulsystems diskutiert, Konzepte werden entwickelt. Dass das System unumkehrbar im Umbruch ist, wird in den Kommunen auch über die Parteigrenzen hinweg akzeptiert.“

Der VBE blickt allerdings mit Sorge auf den Altersdurchschnitt der Lehrkräfte in den nordrhein-westfälischen Schulen. Der so genannte Schweinezyklus schlägt wieder einmal gnadenlos zu und hinterlässt beispielsweise an den Hauptschulen ein Durchschnittalter von 50,7 Jahren.

„Wir brauchen auch hier zukunftsfähige Lösungen, um diesen immer wiederkehrenden Zyklus zu durchbrechen“, so Beckmann. „Dafür ist sowohl ein fester Einstellungskorridor als auch eine Attraktivitätssteigerung des Lehrerberufs unverzichtbar.“

 

PM 65/10

 

  

 

www.vbe-nrw.de

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