VBE-Landeschef Johannes Müller: VBE hat sich durchgesetzt, Ministerium lenkt ein

Mainz, 06. Juni 2011

PD 13/11

Schulpolitik/Vertretungsverträge an Schulen/Mitteilung des MBWWK von heute:

Vertretungspool von 200 Planstellen kann Vertretungsverträge nicht ersetzen

30 Mio für Vertretungsverträge im kommenden Schuljahr sind knapp bemessen

„Im Konflikt um den Erhalt der Vertretungsverträge an den Schulen hat sich der VBE Rheinland-Pfalz durchgesetzt. Die heutige Entscheidung des Bildungsministeriums macht die Unterrichtsplanung für das kommende Schuljahr wieder verlässlicher. Vielen jungen Kolleginnen und Kollegen bleibt die ansonsten geradezu sichere Arbeitslosigkeit erspart.

Allerdings weist der VBE nach wie vor darauf hin, dass der geplante Vertretungspool von 200 Stellen die weitaus größere Zahl von Vertretungsverträgen nicht ersetzen kann. Zwar begrüßt der VBE diese Planstellenreserve und sieht darin eine langjährige Forderung erfüllt. Aber der Abschluss von Vertretungsverträgen aus längerfristigen Anlässen wird unvermeidlich sein, wenn die Unterrichtsversorgung einigermaßen stimmen soll.“

Der Landesvorsitzende der Lehrergewerkschaft VBE kommentierte am 06. Juni 2011 die Mitteilung von Bildungsministerin Doris Ahnen vom gleichen Tage, den als „Überprüfung der bisherigen Vertretungspraxis“ bezeichneten Stopp von Unterrichtsvertretungen an den Schulen des Landes wieder aufzuheben.

Der VBE-Landeschef: „Im Übrigen geht der VBE davon aus, dass die von Bildungsministerin Doris Ahnen angekündigten 30 Mio Euro für den Abschluss von Vertretungsverträgen sehr knapp bemessen sind. Sie werden nicht ausreichen, um den Stand der Unterrichtsversorgung zu halten. Für 1.500 Verträge sind allein ca. 50 Mio anzusetzen, und diese Zahl wird im kommenden Schuljahr vermutlich nicht reichen. Das Thema Vertretungsverträge ist also erst ´mal nur verschoben und mit der heutigen Mitteilung des Ministeriums noch lange nicht beendet.“

„Natürlich wäre es besser, insgesamt genügend Planstellen zu schaffen, damit die Versorgungsdefizite aufgefangen werden können. Das war, ist und bleibt die zentrale Forderung des VBE“, so der VBE-Landesvorsitzende. „Aber dafür wird im bildungspolitischen Rotstiftmilieu der Landesregierung erst recht kein Geld da sein. Stattdessen vertröstet man Eltern, Schüler und Schulen auf die demografische Rendite – und die wird auch noch zum größten Teil eingesackt!“

www.vbe-rp.de

 

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