Johannes Müller: Unterrichtsversorgung an vielen Schulen bisher unzureichend

Mainz, 20. September 2011

Schulpolitik/ Unterrichtsversorgung / Vertretungsverträge / aktuelle VBE-Umfrage:

PD 21/2011

Vertretungsverträge an Schulen: Noch viele Lücken nach dem Stichtag

VBE zu den Ergebnissen einer Blitzumfrage zum Stand der Vertretungsverträge

„Nur an 56% der rheinland-pfälzischen Schulen, die zur Sicherung der Unterrichtsversorgung über Vertretungslehrkräfte verfügen, wurden bis zum Stichtag 16. September die Verträge im bisherigen Umfang verlängert.

Beim restlichen Teil der Schulen von 44% wurden die Verträge entweder bis dato nicht verlängert, im Umfang gekürzt oder in der Laufzeit gekappt.

Dem korrespondiert, dass nur gut die Hälfte der Schulen angibt, die Unterrichtsversorgung sei in vollem Umfang gesichert.

Diese Ergebnisse einer aktuellen VBE-Blitzumfrage von letzter Woche an den rheinland-pfälzischen Schulen zeigen, dass die Landesregierung die zugesagte Regulierung bei den Vertretungsverträgen ebenso schuldig geblieben ist wie eine gesicherte Unterrichtsversorgung.“

Der Landesvorsitzende der Lehrergewerkschaft VBE, Johannes Müller, nahm heute in Mainz zum aktuellen Stand der Verlängerung der Vertretungsverträge an den rheinland-pfälzischen Schulen Stellung.

Der überwiegende Teil der im letzten Schuljahr 2010/11 bestehenden Vertretungsverträge war bis zum 16. September 2011, also bis in das neue Schuljahr hinein, befristet worden. Damit sind diese „Altverträge“ in die Erhebung der Schulstatistik für das neue Schuljahr 2011/12 eingeflossen, die aufgrund des frühen Schuljahresbeginnes bereits am 25. August 2011 durchgeführt wurde. Wenn aber die „Altverträge“ über den 16. September 2011 hinaus nicht in der bisherigen Form verlängert werden, wirkt sich das auf die Gültigkeit der Schulstatistik für das jetzt laufende Schuljahr 2011/2012 aus.

Der VBE Rheinland-Pfalz hat deshalb in der Woche vom 12. bis 16. September 2011 eine Blitzumfrage an den Schulen des Landes durchgeführt. Knapp 300 Schulen haben sich in dieser kurzen Zeit beteiligt.

Als weitere Ergebnisse der VBE-Umfrage nannte der VBE-Landeschef:

• Die betroffenen Schulen geben ihr Versorgungsdefizit mit 3% an.

• Durch das Kürzen von Vertretungsverträgen wurden an den betroffenen Schulen ca. 20% der Lehrerstunden (LWS) eingespart.

Johannes Müller: „Der VBE ist auf die öffentliche Vorstellung der Schulstatistik in einigen Wochen und die amtlichen Angaben zur Unterrichtsversorgung sehr gespannt.“

 

www.vbe-rp.de

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