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Johannes Müller: Unterrichtsversorgung müsste besser sein!

 

Mainz, 24. Juni 2008

 

PD 24/2008

 

 

 

Johannes Müller: Hessen wirbt die Lehrer ab – Föderalismusreform schlägt durch!

 

VBE: Hessische Lehrer-Werbekampagne verlangt Antwort der Landesregierung!

 

 

„Die Werbeaktion ‚Lehrer nach Hessen’ wird massive Auswirkungen auf den Lehrerarbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz haben, wenn die Landesregierung in Mainz tatenlos zusieht. Bereits jetzt herrscht in Rheinland-Pfalz besonders an Haupt- und Realschulen, aber auch an Berufsschulen in bestimmten Fächern ein eklatanter Lehrermangel.

 

Durch die gezielte Abwerbekampagne der hessischen Landesregierung gerade solcher Lehrkräfte mit mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern wird sich dies noch verschärfen. Die unlängst kurzerhand verordnete Anhebung der Altersgrenze zur Verbeamtung auf 45 Jahre für Abwanderungswillige in benachbarte Bundesländer wird dabei nicht ausreichen. Jetzt zeigen sich die dramatischen Folgen der Föderalismusreform, der die rheinland-pfälzische Landesregierung seinerzeit uneingeschränkt zugestimmt hat.“

 

Der Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung nahm zu Beginn der Sommerferien 2008, in deren Verlauf üblicherweise die Stellenvergabe an den Schulen zum neuen Schuljahr erfolgt, zur Werbung um Lehrerinnen und Lehrer des Landes Hessen in den übrigen Bundesländern Stellung.

 

Das Land Hessen bietet Lehrerinnen und Lehrern mit Mangelfächern Bedingungen an, von denen viele Lehrer in Rheinland-Pfalz bestenfalls träumen können, wie z. B.

 

• Verbeamtung bis zum 50. Lebensjahr,

• Besoldung A 13 im Lehramt an Haupt- und Realschulen,

• gute Aufstiegschancen in schulische Funktionen.

 

Über das Internet unter www.lehrer-nach-hessen.de offeriert Hessen seine Sonderkonditionen und lockt interessierte Lehrkräfte aus benachbarten Ländern an. Auch für Lehrkräfte aus Rheinland-Pfalz ist das hessische Angebot lukrativ, zumal z. B. Hauptschullehrkräfte eine Besoldungsstufe besser bezahlt werden. Das sind ca. € 300,00 mehr. Auch ein möglicher Status als Beschäftigter, der nochmals das Netto-Gehalt drückt, entfällt.

 

Johannes Müller: „Es rechnet sich für Lehrerinnen und Lehrer, nach Hessen zu gehen, insbesondere in den angrenzenden Gebieten unseres Landes. Das macht ganz schnell € 600 bis € 700 Unterschied auf dem Gehaltstreifen aus. Gerade für junge Familien ist das sehr attraktiv.“

 

 

 

 

Verband Bildung und Erziehung (VBE)

Rheinland-Pfalz

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