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Johannes Müller: Schulstrukturreform in RLP jetzt zielstrebig umsetzen!

 

Mainz, 4. August 2008

 

PD 20/2008

 

 

Schulpolitik / Start zum Schuljahr 2008-2009 / Schulstrukturreform + Unterrichtsversorgung:

 

Johannes Müller: Schulstrukturreform in RLP jetzt zielstrebig umsetzen!

 

„Mehr individuelle Förderung nur bei gesicherter Unterrichtsversorgung!“

 

VBE fordert Pragmatismus bei der Frage der künftigen Schulträgerschaft

 

 

„Mehr gezielte individuelle Förderung für Schülerinnen und Schüler, wie sie heute von Bildungsministerin Doris Ahnen für das neue Schuljahr 2008/2009 angekündigt wurde, setzt eine gesicherte Unterrichtsversorgung voraus. Davon kann aber zum neuen Schuljahr 2008/2009 überhaupt keine Rede sein.

 

Wenn die Unterrichtsversorgung, wie noch am Wochenende vom Bildungsministerium bestätigt, nicht schlechter ausfalle als im letzten Schuljahr, bedeutet dies immerhin ein Defizit von 3,2 %, wie eine stichprobenartige Sondererhebung durch das Mainzer Bildungsministerium vom April selbst gezeigt hat. Das sind hochgerechnet immerhin ca. 900 Lehrerstellen oder ca. 22.500 Unterrichtsstunden, die an den Schulen fehlen. Nur an der Hälfte der Schulen fiel nach dieser Stichprobe im letzten Schuljahr kein Unterricht aus.

 

Der VBE Rheinland-Pfalz fordert deshalb die Landesregierung auf, ihre schulpolitischen Vorhaben mit besseren Rahmenbedingungen zu untermauern. Dazu gehört zuallererst eine stabile Unterrichtsversorgung. Ohne diese ist eine bessere individuelle Förderung nicht machbar!“

 

Der Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Rheinland-Pfalz, Johannes Müller, äußerte sich am Montag (04. August 2008) zur Pressekonferenz von Bildungsministerin Doris Ahnen vom gleichen Tage.

 

Der VBE-Landesvorsitzende Johannes Müller äußerte sich auch zur Ankündigung von Bildungsministerin Doris Ahnen, das neue Schulgesetz mit der geplanten Schulstrukturreform für Rheinland-Pfalz demnächst dem Landtag zuzuleiten. Johannes Müller: „Der Countdown für die Schulstrukturreform läuft, die Einführung der Realschule Plus nimmt erkennbare Formen an. Wir fordern die Landesregierung auf, die Schulstrukturreform zielstrebig und ohne faule Kompromisse umzusetzen. So erneuern wir unsere Forderung, künftig auf den Hauptschulabschluss - den so genannten Abschluss der Berufsreife - zu verzichten, weil dieser immer mehr - auch in der Wirtschaft – immer mehr zum Makel geworden ist und den Jugendlichen immer weniger Berufschancen bietet!“

 

Bei der im Rahmen der Schulgesetznovelle noch offenen Frage der Schulträgerschaft mahnte der VBE-Landeschef pragmatische Lösungen an. „Uns helfen keine Planungen am „grünen Tisch“, die Schulträgerschaft muss vor Ort funktionieren. Deshalb fordern wir zu mehr Pragmatismus in dieser Frage auf, damit die Schulen nicht unter die Räder kommen!“

 

 

 

 

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