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Johannes Müller: Der Bildungsgipfel muss auch den Ländern etwas bringen!

 

Mainz, 21. Oktober 2008

 

PD 33/2008

 

 

Bildungsgipfel/ Auswirkungen auf die Länder:

 

Johannes Müller: Der Bildungsgipfel muss auch den Ländern etwas bringen!

 

„Seneca: Was Ihr für den Gipfel haltet, ist nur eine Stufe!“

 

VBE sieht für Rheinland-Pfalz Nachholbedarf

 

„Der Bildungsgipfel am Mittwoch muss auch den Ländern schulpolitisch etwas bringen. Die Senkung der Quote der Schulabsolventen ohne Abschluss ist dabei ein vorrangiges Ziel. Auch wenn diese Zahl in Rheinland-Pfalz auf knapp 8% eines Jahrgangs gesenkt werden konnte, sind 3.500 Schülerinnen und Schüler pro Jahr, die wir mit hoher Sicherheit in die Arbeitslosigkeit entlassen, ein sozialpolitischer Skandal. An Hauptschulen liegt die Quote sogar bei knapp 10% .Hier hat Rheinland-Pfalz also noch Nachholbedarf. Eine Unterstützung durch den Bund könnte die Situation verbessern.“

 

Der Landesvorsitzende der Lehrergewerkschaft VBE mahnte am Dienstag (21. Oktober 2008) für den bevorstehenden Bildungsgipfel von Bund und Ländern konkrete Ergebnisse für die Schulpolitik der Länder und damit für Rheinland-Pfalz an.

 

Johannes Müller: „Es ist keine Zeit mehr für wohlklingende Erklärungen und nichtssagende Ergebnisse. Bildung darf keine Machtfrage zwischen Bund und Ländern sein! Der Bildungsgipfel muss konkret werden!“ Erst wenn Wirklichkeit werde, dass kein Jugendlicher ohne Schulabschluss in die Berufsausbildung geschickt werde, dann werde das Bildungssystem seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht. Die schulpolitisch Verantwortlichen müssten dafür auch realistische Voraussetzungen schaffen. Das in Rheinland-Pfalz im Rahmen der Schulstrukturreform vorgesehene Programm Keiner ohne Abschluss müsse dafür noch Nachbesserungen erfahren.

 

„Es ist richtig: Sozialpolitik für das 21. Jahrhundert ist Bildungspolitik!“, so der VBE-Landeschef. Deshalb müssen vor allem sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche mehr gefördert werden. Erst dann wird sich der für das deutsche Schulsystem so typische enge Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen auflösen können. Hierfür muss der Bildungsgipfel konkrete Ergebnisse bringen. Aber ich erinnere auch an Seneca, der uns sagt: Was Ihr für den Gipfel haltet, ist nur eine Stufe!“

 

 

 

 

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