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PD SLLV 06.12.2007

 

Lernqualität ist unabhängig von der Schulgröße

 

SLLV: Soziale Herkunft der Kinder wird gar nicht erfasst

 

 

„Methodenvielfalt, integratives Arbeiten, Lernen mit unterschiedlich begabten Kindern und die häufigsten Innovationen im Bildungswesen zeichnen die Grundschule als fortschrittlichste Schulart in Deutschland aus. Sie funktioniert bestens – obwohl ihre Lehrer/innen die höchste Unterrichts-Verpflichtung haben und dafür am schlechtesten bezahlt werden und obwohl sie in zu großen Klassen unterrichten und es zu wenig Personal für die individuelle Förderung gibt.“ So der Kommentar des Vorsitzenden des Saarländischen Lehrerinnen- und Lehrer-Verbandes (SLLV), Herbert Möser, zu den aktuellen Ergebnissen der IGLU-Studie.

 

„Wenn die Grundschule also im Vergleich zu anderen Schulformen weitgehend ihre Hausaufgaben gemacht hat, obwohl sie jahrelang so stiefmütterlich behandelt wurde, verwundert es umso mehr, dass das zuständige Ministerium mit seinen neuen Maßnahmen zur Qualitäts-Kontrolle ausgerechnet hier begonnen hat“, so Möser weiter. Im Übrigen habe die Qualität des Unterrichts nichts mit der Größe der Schule zu tun. Auch in der angeblich „kuscheligen Schule um die Ecke“ sei auf hohem Niveau gelehrt worden, unterstreicht der SLLV mit Blick auf die umstrittene Grundschul-Reform im Saarland.

 

Und bezüglich der Abhängigkeit des Schulabschlusses von der sozialen Herkunft meint der Pressereferent der größten Interessenvertretung der saarländischen Lehrer/innen, Peter Treitz: „Auch ich wurde Mitte des letzten Jahrhunderts als ‚Underdog‘ geboren, denn mein Vater war ‚nur‘ Bergmann. Und trotzdem habe ich Abitur gemacht, weil meine Eltern mich moralisch unterstützt haben. Als langjähriger Klassenlehrer habe ich später meine Noten und Empfehlungen stets an den Leistungen der Kinder ausgerichtet und nicht an ihrem Elternhaus. Im Übrigen kennen wir die soziale Herkunft unserer Schüler/innen überhaupt nicht, weil sie aus Gründen des Datenschutzes schon lange nicht mehr erfasst werden darf!“

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