27.08.2009
SLLV: Schule dient immer der Entwicklung der Persönlichkeit!
„Eine gute Arbeits-Umgebung und ein funktionierendes Raum-Klima gehören zu den bestmöglichen Investitionen im Bildungs-Sektor!“ Mit dieser Aussage seines Vorsitzenden Herbert Möser unterstützt der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrer-Verband (SLLV) nachdrücklich die Vorschläge eines „Initiatoren-Kreises aus Architekten und Pädagogen“, den Raum als „biologische Basis für gutes Lernen“ zu erkennen und unter Einbeziehung sämtlicher Nutzer/innen auszustatten.
„Lernende und Lehrende fühlen sich wohler und arbeiten wesentlich erfolgreicher in einer gesunden, funktionalen und stimulierenden Arbeits-Umgebung. Ein Raum ist mehr als einfach nur vier Wände, ein Fußboden und eine Decke. Der Raum, den wir wahrnehmen, besteht aus Begrenzungen, die entweder physisch oder durch Licht, Schall und den Ausblick auf angrenzende Bereiche – etwa durch die Fenster – bestimmt sind.“ So Möser weiter.
Das habe die größte Interessen-Vertretung der Lehrer/innen im Saarland schon vor mehr als zwei Jahrzehnten erkannt und durch ihren zehn Jahre lang durchgeführten landesweiten Wettbewerb „Schülerfreundliches Klassenzimmer“ zu vermitteln versucht. Damals standen eine abwechslungsreiche Gestaltung des Klassenraumes und seine Ausstattung mit pädagogisch wertvollem Material im Vordergrund.
In psychologischer Hinsicht sei es wichtig, dass diejenigen, die sich in einem Raum länger aufhalten und dort arbeiten, diese Begrenzungen klar wahrnehmen könnten, etwa in Form von sichtbaren Unterschieden zwischen Boden, Decke und Wänden, betont der SLLV. Das Gefühl, sich in einem klar begrenzten Raum zu befinden, schaffe ein Sicherheits-Empfinden, welches wiederum eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lernen sei.