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Schluss mit der Salami-Taktik: tlv fordert ein Ende der Zahlenspielerei bei Lehrereinstellung

Es stehen viele unterschiedliche Zahlen im Raum. Wer behält da noch den Überblick? Allein für das Jahr 2012 hat Bildungsminister Christoph Matschie mehrmals verschiedene Lehrereinstellungen angekündigt: Zunächst 260 (laut einer Zeitung im Februar 2011), dann 300, jetzt steht die Zahl 380 im Raum. Ob es sich um Personen oder Stellen handelt, ist dabei nicht sicher. Diese Zahlenspielerei muss jetzt ein Ende haben. Dafür ist die Situation in den Thüringer Schulen viel zu Ernst. „Von einem langfristigen Konzept kann nicht die Rede sein. Und wo bleiben die konkreten Zahlen, die als verlässliche Größe eine Entwicklung belegen?“, fragt Rolf Busch, Landesvorsitzender des tlv thüringer lehrerverband.

Als Tiger gestartet, als Bettvorleger zwischengelandet, folgt jetzt die Auferstehung als Wildkatze? Die Frage sei erlaubt, wenn man sich die bisherige Einstellungspolitik von Minister Christoph Matschie vor  Augen hält. Nach der massiven Reduzierung der Einstellungszahlen aus der Koalitionsvereinbarung, hat sich jetzt im Ministerium die Erkenntnis durchgesetzt, dass der tlv mit seiner Forderung nach 500 neuen Lehrern pro Jahr absolut Recht hat. Rolf Busch: „Nun wird scheibchenweise korrigiert, ohne jedoch dem tatsächlichen Bedarf zu entsprechen.“ Diese inkonsequente Handlungsweise verlangsamt höchstens die Überalterung der Lehrerkollegien. Sie wird weder gestoppt, noch kann von einer Verjüngung die Rede sein.

Der tlv thüringer lehrerverband sieht die Umsetzung seines 10-Punkte-Programms als Lösungsweg gegen den Lehrerkollaps in Thüringen. Eine bedarfsgerechte Einstellungspolitik steht natürlich oben an. Aber auch die Verbeamtung aller Lehrpersonen, neue akzeptable Angebote für eine Altersteilzeit und Perspektiven für die Thüringer Lehrerabsolventen müssen geschaffen werden.

 

www.tlv.de

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