Inklusion

Schulgesundheits­fachkräfte

Durch eine steigende Rate chronisch kranker Kinder, die Umsetzung der Inklusion und das gesundheitschädigende Verhalten einiger Kinder und Jugendlicher wächst der Bedarf an medizinischen Dienstleistungen an Schule. So ist der VBE u.a. der Überzeugung, dass die Medikamentengabe keine Aufgabe der Lehrkräfte sein darf. Aus diesem Grund hat die VBE Bundesversammlung am 17. November 2016 die Position verabschiedet, den Einsatz von Schulgesundheitsfachkräften in die gewerkschaftliche Arbeit aufzunehmen.

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Position: Schulgesundheitsfachkräfte

Aufgrund der steigenden Rate chronischer Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter, der zu realisierenden Inklusion an Schulen und der anhaltend gesundheitsschädigenden Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen ist es notwendig geworden, ein professionelles Schulgesundheitsmanagement aufzubauen und hiermit eine Schulgesundheitsfachkraft zu betrauen.

Um die medizinische Grundversorgung an der Schule zu gewährleisten, Lehrkräfte nicht mit weiteren Aufgaben zu belasten und Schülerinnen und Schüler über gesundheitsschädigendes Verhalten aufzuklären, soll flächendeckend bedarfsgerecht Schulgesundheitsfachkräfte folgende Aufgaben übernehmen:

  • medizinische Assistenz ausführen
  • Gesundheitsprävention
  • Entlastung der Lehrkräfte

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützt die Mitgliedsstaaten der WHO, Schulgesundheitsservice als Teil ihres nationalen Gesundheitssystems zu entwickeln und weiter auszubauen. In dem „European framework for quality standards in school health services and competences for school health professionals“ werden die Qualitätsstandards beschrieben, die ein Schulgesundheitsservice haben sollte und was ein Experte der Schuldgesundheit als Schlüsselkompetenzen besitzen sollte. Angelehnt an diesen und adaptiert auf das deutsche Bildungs- und Sozialsystem sind die Standards für Deutschland zu definieren.