Bildung entscheidet. In jedem Alter!
veröffentlicht am 5. Dezember 2025
Der Lehrberuf war schon immer erfüllend, aber herausfordernd. In den letzten Jahren hat sich dies durch die steigenden Anforderungen des pädagogischen Alltags intensiviert. Die meisten Lehrkräfte erreichen die berufliche Altersgrenze, doch ein signifikanter Anteil muss bereits frühzeitig aus dem Dienst ausscheiden. Nach einem langen Arbeitsleben in einem Umfeld, das stets auf das Lernen ausgerichtet war, gibt es ein großes Interesse daran, als Teil einer aktiven älteren Generation diese neue Lebensphase zu gestalten. Denn im Zusammenspiel von medizinischer Innovation sowie wirtschaftlicher und sozialer Sicherung ist das Leben der einzelnen Menschen nicht nur länger und resilienter geworden, die Lebensqualität im Alter ist dadurch insgesamt gestiegen.
Im demografischen Wandel unserer Gesellschaft wächst der Anteil der älteren Generation, ihr Einfluss auf alles, was diese Gesellschaft bewegt, nimmt stetig zu – bis hin zu den Wahlen für unsere demokratischen Gremien. Dieser Wandel erreicht alle politischen Themen und damit auch die Bildungspolitik.
Es entspricht dem bildungspolitischen Selbstverständnis des VBE, sich mit pädagogischen Fragen der Altersgruppen auseinanderzusetzen. Der VBE sieht darin auch eine einzigartige Chance, intergenerationelles Lernen und intergenerationelle Bildung zu fördern, um so den Zusammenhalt der Generationen zu stärken und damit die Gesellschaft insgesamt zu festigen.
Im Folgenden legt der VBE seine Positionen zur Bildung älterer Menschen vor. In zehn Thesen wird ein Bildungskonzept zusammengefasst, das sowohl individueller Förderung als auch sozialer Verantwortung verpflichtet ist. Ein entsprechend daraus abzuleitender Handlungskatalog könnte als ein zweiter Schritt der politischen Umsetzung dienen. Der VBE betont die Bedeutung lebenslangen Lernens.
Um dies zu ermöglichen, bedarf es ausreichender Ressourcen für die gesamte Bildungskette. Dabei steht für uns fest: Ein finanzpolitisches Ausspielen der Generationen gegeneinander ist gesellschaftspolitisch schädlich und trägt zur sozialen Spaltung bei.