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Berlin, Bildungsfinanzierung

VBE begrüßt Vorstoß der Grünen

Zur Bezahlung im Bildungsbereich

„Ein gutes Bildungssystem besteht aus aufeinander aufbauenden Stufen, die zwar unterschiedlich gestaltet, aber nicht unterschiedlich wichtig sind“, kommentiert der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann den Vorstoß des Parteichefs der Grünen Özdemir. „Es darf dabei nicht um Hierarchien gehen, die sich in unterschiedlicher Bezahlung des pädagogischen Personals äußern.“

Die unterschiedliche Bezahlung von Lehrerinnen und Lehrern ist in Deutschland ein Relikt des 19. Jahrhunderts. Aus dieser Zeit stammt die Aufteilung in hierarchisch gegliederte Schulformen. Wie früher die Volksschullehrer schlechter bezahlt wurden als ihre Kollegen an anderen Schulformen, so werden heute noch ihre Nachfahren, die Grund- und Hauptschullehrer, schlechter bezahlt.

Auch nach Auffassung des VBE ist es allerhöchste Zeit, von diesem veralteten Prinzip Abschied zu nehmen. Dies ist insbesondere mit Blick auf den wachsenden Lehrermangel wichtig. Da in den nächsten Jahren im-mer weniger Hochschulabsolventen auf den Arbeitsmarkt kommen werden, wird sich der Wettbewerb um diese Kräfte verschärfen. Nur wenn es gelingt, die Berufe der Erzieher und Lehrkräfte aller Schulformen attraktiv zu bezahlen wird man genügend qualifizierte Kräfte bekommen.

Darüber hinaus wird immer wieder die zentrale Bedeutung der vorschulischen Bildung hervorgehoben, weil dort die Weichen gestellt werden. Immer wieder wird gefordert, die Kindertageseinrichtungen müssten Bildungseinrichtungen sein.

„Wer das will, muss aber auch dafür sorgen, dass Erzieherinnen und Erzieher eine Hochschulausbildung erhalten“, so Beckmann. „Darüber hinaus muss sich die Wichtigkeit ihrer Arbeit auch in der Bezahlung bemerkbar machen.“