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Berlin, Bildungsfinanzierung

Arbeitgeber müssen Farbe bekennen

VBE vor der zweiten Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder

„Der VBE erwartet von der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL), dass die Arbeitgeber endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen“, betont VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann. „Die Arbeitgeber sollten sich die alte Weisheit hinter den Spiegel stecken: Wer den Wind sät, wird den Sturm ernten.“

Am 24. und 25. Februar 2011 werden in Potsdam die Tarifverhandlungen fortgesetzt. Der VBE ist unter dem Dach der dbb tarifunion in der Verhandlungskommission. Zentraler Punkt der Forderungen in der Einkommensrunde 2011 ist die lineare Erhöhung des Einkommens um 50 Euro (soziale Komponente) und darauf eine Anhebung um 3 Prozent bei einer Laufzeit von 14 Monaten. „Unsere Kolleginnen und Kollegen lehnen es ab, von den Arbeitgebern nur als finanztechnische Verhandlungsmasse angesehen zu werden“, so Beckmann. „Wenn notwendig, kämpfen die Lehrerinnen und Lehrer für die Durchsetzung der Forderungen! Wir erwarten eine Wertschätzung unserer Arbeit auch in der Bezahlung. Ebenso muss der Einstieg in eine tarifliche Eingruppierung der tarifbeschäftigten Lehrerinnen und Lehrer gelingen.“ Die bisherige Praxis, Lehrerinnen und Lehrer nach Gutsherrenart auszuzahlen, gehöre in die Mülltonne der Geschichte.

Jens Weichelt, Tarifexperte des VBE und Mitglied der Verhandlungskommission, bekräftigt: „Von Seiten der Arbeitgeber erwarten wir ein Angebot, das den Forderungen der Gewerkschaften entspricht und die Leistungen der Beschäftigten anerkennt.“ Das derzeitige Eingruppierungsrecht genüge in keiner Weise den Anforderungen an einen zukunftsfähigen öffentlichen Dienst. „Die Arbeitgeber müssen sich der Wirklichkeit stellen. Die Gewinnung qualifizierten Berufsnachwuchses für den Lehrerberuf wird immer schwieriger – und das in Zeiten eines wachsenden Lehrermangels“, sagt Weichelt. „Die Tarifverhandlungen müssen als Chance genutzt werden, Nägel mit Köpfen zu machen.“