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Berlin, Lehrerbildung/-mangel

VBE-Kritik an der KMK-Lehrerbedarfsprognose

„Das ist keine ernsthafte Grundlage, den wirklichen Lehrerbedarf in den Bundesländern nachzuvollziehen und schon gar keine Entscheidungshilfe für junge Menschen, ob sie in den Lehrerberuf gehen“, kritisiert VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann die heute vorgelegte KMK-Modellrechnung für den Lehrerbedarf 2010 – 2020. „Von den Ländern liegen vollmundige Erklärungen vor, jeden Schüler individuell zu fördern und mehr Schüler zum Schulabschluss zu führen“, so Beckmann. „Alle Länder stehen in der Pflicht, die Inklusion umzusetzen. Diese gesamtgesellschaftlichen Anforderungen müssten auch Grundlage für die Prognose des Lehrerbedarfs sein.“

Beckmann weiter: „Stattdessen beruht die KMK-Modellrechnung auf Blackbox-Daten aus den Ländern. Deren Zustandekommen ist für den VBE in keiner Weise überprüfbar. Die Länder verschweigen zu ihren Daten, welche Qualitätskriterien sie zugrundelegen – wie zum Beispiel Klassengrößen oder Versorgung mit sonderpädagogischen Fachkräften. Der VBE hat den Eindruck, dass sich die Länder einen Freibrief geben, auf die demografische Rendite im Bildungsbereich zu verzichten und die notwendige Verbesserung der schulischen Arbeitsbedingungen auf die lange Bank möglicherweise bis 2020 schieben. Damit haben die Länder die Bildungsrepublik in die Ablage gegeben.“