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Berlin/Potsdam, Bildungsfinanzierung

Warnstreiks: Unsere Forderungen sind gerecht

VBE nach der zweiten Tarifverhandlungsrund für den öffentlichen Dienst

„Es ist ein Skandal, dass die Arbeitgeber die zweite Verhandlungsrunde zur Einkommensrunde 2011 haben verstreichen lassen, ohne dass sie ein Angebot vorgelegt haben“, erklärt VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann nach der zweiten Tarifverhandlungsrunde für die Landesbeschäftigten. „An unseren Forderungen nach gerechter Bezahlung und Teilhabe am Aufschwung  gibt es nichts zu deuteln. Dafür werden wir in den Ländern mit Warnstreiks Druck machen“, kündigt Beckmann an. „Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder mussten in den vergangenen Jahren reale Einkommensverluste um über acht Prozent im Vergleich zum Einkommensdurchschnitt verkraften. Auch muss der Einstieg in eine tarifliche Eingruppierung der tarifbeschäftigten Lehrerinnen und Lehrer gelingen. Die bisherige Praxis, Lehrerinnen und Lehrer nach Gutsherrenart auszuzahlen, gehört in die Mülltonne der Geschichte.“

Beckmann macht klar: „Es ist an der Zeit, dass die Arbeitgeber sich bewegen und ein Angebot vorlegen, worüber ernsthaft verhandelt werden kann. Wir werden unseren Teil dazu beitragen, das Nachdenken der TdL zu beschleunigen. “

„Kein Angebot bedeutet, dass die Arbeitgeber ihren Beschäftigten nichts geben wollen. Eine Nullrunde ist mit den Lehrerinnen und Lehrern nicht zu machen“, empört sich der Tarifexperte des VBE Jens Weichelt unmittelbar nach den Verhandlungen in Potsdam. Mehrere Landesverbände des VBE haben Warnstreiks angekündigt.

Die dbb tarifunion, unter deren Dach der VBE in der Verhandlungskommission ist, fordert für die Tarifbeschäftigten der Länder eine lineare Erhöhung des Einkommens um 50 Euro und eine Anhebung der Tabellenentgelte um 3 Prozent bei einer Laufzeit von 14 Monaten. Der materielle Gehalt der Tarifeinigung soll zeit- und inhaltsgleich auf den Beamtenbereich übertragen werden. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 9./10. März statt.