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Berlin, Bildungsfinanzierung

VBE fordert Vorbildrolle des öffentlichen Dienstes

Equal Pay Day

„Vom öffentlichen Dienst wird zu Recht erwartet, dass er bei der Geschlechtergleichstellung eine Vorbildrolle übernimmt“, betonen VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann und VBE-Bundesfrauenvorsitzende Jutta Endrusch aus Anlass des heutigen Equal Pay Day. „Stattdessen sind im öffentlichen Dienst Einkommensunterschiede zwischen gleich qualifizierten Männern und Frauen immer noch alltägliche Praxis.“ 

Udo Beckmann verweist auf die jüngsten Tarifverhandlungen: „Mit der Verweigerung einer bundeseinheitlichen tariflichen Eingruppierung im Lehrkräftebereich schreiben die Arbeitgeber die massive Ungerechtigkeit in der Wertschätzung der Arbeit vor allem an Grundschulen weiter fest. Für den VBE steht die gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit ganz oben auf der Tagesordnung.“ 

Jutta Endrusch, Vorsitzende der VBE-Bundesfrauenvertretung, erklärt: „Es ist für Deutschland mehr als blamabel, dass die Einkommen von Frauen und Männern nach wie vor auseinanderklaffen. 2013 erreichen Frauen erst am 21. März das Jahreseinkommen 2012 der Männer. Der Equal Pay Day ist ein wichtiger Anstoß, den Ursachen der Ungleichbezahlung von Männern und Frauen auf den Grund zu gehen.“ Lehrerinnen und Lehrer seien in Deutschland einem sozialen Ranking unterworfen, kritisiert Jutta Endrusch. Wer an Grundschulen tätig sei – und das seien vor allem Frauen – stehe am unteren Ende der Einkommensskala und leiste die höchsten Unterrichtsverpflichtungen. „Mit der Bezahlung nach Schuhgröße muss endlich Schluss sein“, so Jutta Endrusch. Die VBE-Bundesfrauenvertretung fordert, „Lehrkräfte bei gleicher Qualifikation unabhängig von Schulformen und Schulstufen einheitlich einzugruppieren“.