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Berlin,

Weltkindertag: Kinderarbeit verhindert Chance auf Bildung

„Der VBE lehnt offene und auch verdeckte Kinderarbeit weltweit ab“, betont VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann mit Blick auf den morgigen Weltkindertag. „Es ist aber Fakt, dass auch morgen 218 Millionen der unter 18-Jährigen unter miesesten Bedingungen ihre Gesundheit gefährden müssen, um den Lebensunterhalt ihrer Familien aufzubessern. Durch Kinderarbeit wird den Kindern Bildung vorenthalten. Mit Verboten allein ist dem Problem nicht beizukommen. Kinderarbeit muss mehr als bisher ans Licht der Öffentlichkeit geholt werden, um Handlungsdruck aufzubauen.“ 

Beckmann verweist auf die ILO-Konvention 182 gegen Kinderarbeit. Die Konvention gebe seit 1999 zwar die Richtung vor, so Beckmann, aber Kinderarbeit werde nur dann nicht mehr so nötig sein, wenn die Erwachsenen in den Familien Arbeit zu fairen Löhnen finden. „Gerade die großen Unternehmen im Bergbau, in der Textilindustrie oder in der Landwirtschaft stehen in der Verantwortung, menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Der VBE unterstützt daher die Kampagne Fair Trade.“ 

Beckmann weiter: „Der VBE setzt darauf, dass die bevorstehende dritte Globale Konferenz zur Kinderarbeit stärker als bisher von den Regierungen ein verbindliches Handeln einfordert. Das UN-Ziel, allen Kindern den Zugang zur Grundbildung zu ermöglichen, ist nur dann zu realisieren, wenn arme Familien ihre Existenz ohne Kinderarbeit absichern können.“ 

Hintergrund:
Vom 8. bis 10. Oktober findet in Brasilien die dritte Globale Konferenz zur Kinderarbeit statt. Ziel ist, bis 2016 greifbare Fortschritte bei der Abschaffung der Kinderarbeit zu erreichen. Dazu liegt der Entwurf einer Deklaration vor.