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Berlin, Schulleitung

3. Deutscher Schulleiterkongress mit rund 2.000 Teilnehmern

Schule gestalten – mit Wissen, Soft-Skills und Methoden-Vielfalt

Heute und morgen treffen sich in Düsseldorf rund 2.000 Schulleiterinnen und Schulleiter aus dem deutschsprachigen Raum und dem europäischen Ausland, um sich auf dem 3. Deutschen Schulleiterkongress (DSLK) auszutauschen und fortzubilden. Die Themen der Vorträge und Workshops sind vielseitig: Es geht u. a. um Personalmanagement, Sprechtraining, Organisation, digitale Medien und Gesundheitsförderung. Namhafte Experten wie Prof. Gesine Schwan, Prof. Claus Hipp und Peter Maffay vermitteln nicht nur Fachwissen, sondern auch die Soft-Skills, die immer stärker nachgefragt werden. Veranstaltet wird der DSLK Verband Bildung und Erziehung (VBE) und dem Informationsdienstleister Wolters Kluwer Deutschland (WKD). 

„Von anderen lernen – das ist für Schulleitungen in allen Bundesländern immer wichtiger“, sagt Udo Beckmann, VBE-Bundesvorsitzender, „Methoden und Ideen müssen nicht immer neu erfunden werden, oft können sich Schulleiter gegenseitig weiterhelfen. Deswegen ist die Vernetzung untereinander nötiger denn je.“ Daneben bietet der DSLK aber auch neue und profunde Erkenntnisse aus der Wissenschaft, die helfen können, Schule noch leistungsfähiger zu machen. „Wir freuen uns deswegen, dass wir mit den fachübergreifenden Referenten den Teilnehmern ein Angebot bieten können, das einzigartig im ganzen deutschsprachigen Raum ist“, freut sich Michael Gloss, Geschäftsführer von Wolters Kluwer Deutschland. 

Unter anderem werden auf dem 3. DSLK Peter Maffay, Joey Kelly, Prof. Gesine Schwan, Andreas Schleicher und Prof. Claus Hipp den Teilnehmern Anregungen geben, wie sie ihre Schüler und Kollegien besser führen können. „Schule ist kein isolierter Mikrokosmos“, macht Beckmann klar, „die Aufgaben an die Schulleitung haben sich verändert – sie ist jetzt stärker administrativ tätig – und dem müssen Schulleiterinnen und Schulleiter gerecht werden.“ Zudem sei es wichtig, dass in Zeiten der zusätzlichen Aufgaben die regulären Verpflichtungen nicht hinten über fallen. „Diesen Spagat hinzubekommen – dabei hilft der DSLK“, stellt Gloss fest, „denn nur so können sie möglichen Problemen entgegenwirken.“ 

Die Probleme, die Schulleiter bei ihrer täglichen Arbeit haben, sind dabei in allen Bundesländern ähnlich: Es fehlen Hausmeister und Sekretärinnen, die Bezahlung hinkt hinterher, Schulleitungsstellen sind nur schwer zu besetzen, weil es nicht genügend Bewerber gibt. „Und das liegt nicht etwa daran, dass es nicht genügend fähige Nachwuchskräfte gibt“, so Beckmann, „vielmehr wissen die möglichen Bewerber, dass ihre Arbeit nicht aufgabenadäquat bezahlt wird. 200-300 Euro mehr im Monat sind vor dem Hintergrund der Verantwortung, die getragen wird, lächerlich. Da denken sie dann doppelt drüber nach, sich diese Bürde selbst aufzuerlegen.“ Diese Wahrnehmung der mangelnden Wertschätzung teilen auch die Menschen in Deutschland. In einer vom VBE in Auftrag gegebenen Umfrage hat das Forsa-Institut bescheinigt, dass nur 24 % der Befragten glauben, Schulleiter hätten in der Bevölkerung ein hohes Ansehen. Dabei ist die Frage, ob eine Schule einen Schulleiter hat, durchaus ausschlaggebend für das Schulwahlverhalten der Eltern: Bundesweit sagten 49 % der Befragten, dass sie ihr Kind wahrscheinlich nicht an eine Schule wechseln lassen würden, die keinen Schulleiter hat – in NRW sagten das sogar 52 %. „Das zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, vakante Schulleiterstellen zu besetzen“, fordert Beckmann. 

Auch deswegen ist der DSLK der richtige Ort für Schulleitungsmitglieder, um zu erfahren, wie sie trotz schlechter Rahmenbedingungen ihre Schule bestmöglich managen können.