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Berlin,

Geschlechtergerechte Bezahlung Hausaufgabe für öffentlichen Dienst

Internationaler Frauentag 2014

„Nach wie vor wird Lehrerinnen und Schulleiterinnen im öffentlichen Dienst eine faire Bezahlung verweigert“, kritisieren VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann und VBE-Bundesfrauenvorsitzende Jutta Endrusch. Das Problem stelle sich verschärft in Grundschulen. „Lehrpersonen an Grundschulen – und das sind überwiegend Frauen – haben die höchste Unterrichtsverpflichtung, stehen aber bei der Bezahlung am unteren Ende“, so Jutta Endrusch. „Den Kolleginnen dort wird nicht nur die Anerkennung auf Gleichwertigkeit ihrer Arbeit verweigert. Der öffentliche Arbeitgeber mutet ihnen eine Bezahlung nach Schuhgröße ihrer Schüler zu. Dieselbe Logik steckt dahinter, wenn Grundschulleiterinnen für ihre Führungsaufgaben keine Leitungszeit und keine Bezahlung erhalten. Der VBE dringt darauf, diese überkommenen Zustände endlich zu überwinden“, fordert die VBE-Bundesfrauenvorsitzende. 

Beckmann betont: „Lehrerinnen stehen häufiger in Teilzeit und sind häufiger Tarifangestellte. Durch den immer noch ausstehenden Tarifvertrag zur Eingruppierung von Lehrkräften sind folglich Frauen besonders stark betroffen. Der VBE bewertet daher die Aufnahme von Verhandlungen zwischen dbb und Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zu einer bundesweiten Entgeltordnung für Lehrkräfte als wichtiges Signal, das Problem fehlender Geschlechtergerechtigkeit bei der Bezahlung zu entschärfen.“ 

Jutta Endrusch ist für den VBE Mitglied der Verhandlungskommission des dbb beamtenbund und tarifkommission zur Lehrerentgeltordnung.