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Berlin, Bildungsfinanzierung Frühkindliche Bildung

Politik bleibt Antwort auf Problem Altersarmut schuldig

Equal Pay Day 2014

„In puncto Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern rückt und rührt sich nichts“, konstatieren VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann und Jutta Endrusch, VBE-Bundesfrauenvorsitzende, anlässlich des morgigen Equal Pay Day. „Unverändert erreichen Frauen erst 80 Tage später das Jahreseinkommen der männlichen Kollegen. Auch im öffentlichen Dienst wird zu wenig gegen die drohende Armutsfalle für Frauen getan.“ 

Jutta Endrusch betont: „Viele Erzieherinnen und Lehrerinnen wählen aus persönlichen oder gesellschaftlichen Gründen die Teilzeitbeschäftigung mit all den negativen Folgen für die Altersversorgung. Die Lebensarbeitszeit muss neu definiert werden, um den unterschiedlichen Berufsbiografien gerechter zu werden. Dazu gehört auch, dass Teilzeitbeschäftigung nicht zur Kürzung von Anrechnungszeiten bei der Berechnung von Renten und Pensionen führen darf.“ 

Allein im Kitabereich, so Endrusch, würden fast ausschließlich Frauen arbeiten und zwei von drei Erzieherinnen seien in Teilzeit. Gleichzeitig stehe das pädagogische Personal in Kitas am unteren Ende der Einkommensskala. „Der notwendige Ausbau der Kitas darf nicht länger auf Kosten der Erzieherinnen stattfinden. Das Ziel der Politik, Beruf und Familie besser vereinbar zu machen, muss ebenso für Erzieherinnen Fortschritte bringen. Das Problem wird bisher vollständig ausgeblendet.“ Jutta Endrusch weiter: „Auch beim Ausbau der Ganztagsschulen wird das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die in Ganztagsschulen Tätigen nicht berücksichtigt. Der VBE sieht dringenden Handlungsbedarf. Notwendig ist eine personelle Ausstattung, die sicherstellt, dass die im Ganztag angebotenen Beschäftigungsverhältnisse von ihrer rechtlichen und finanziellen Gestaltung her attraktiv sind. Nur auf diesem Wege bekommt man auch die drohende Armutsfalle für Frauen besser in den Griff.“