Wellington, Inklusion Lehrerbildung/-mangel

VBE: Für Inklusion mehr und bessere Lehrerbildung

4. Internationaler Kongress zum Lehrerberuf in Wellington

Auf dem 4. Internationalen Kongress zum Lehrerberuf in Wellington erklärte VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann: „Wir sind der Auffassung, dass Deutschland bei Pisa 2012 besser abgeschnitten hat, ist auch das Ergebnis größeren Engagements der Lehrerinnen und Lehrer für besseren Unterricht und auf die Stärken und Schwächen ihrer Schüler einzugehen. Diese positive Entwicklung muss beharrlich ausgebaut und unterstützt werden.“ 

Beckmann weiter: „Das Bildungsmonitoring, die Einführung von Bildungsstandards, die Durchführung von Schulleistungsvergleichen sind nur Mittel der Diagnose. Wir brauchen aber nicht mehr Diagnoseinstrumente. Wir brauchen eine flächendeckende Therapie. Diese ist noch nicht ausreichend entwickelt. Das Unterrichten in inklusiven Klassen ist die Perspektive und dafür brauchen Lehrerinnen und Lehrer viel mehr Unterstützung.“ Beckmann betonte, die Lehreraus-, -fort- und -weiterbildung müsse deutlich stärker in den Fokus gerückt werden: „Lehrerinnen und Lehrer wollen mehr Qualifikationsprogramme, die auf das Unterrichten in inklusiven Klassen bezogen werden. Nötig sind mehr schulinterne Fortbildung verlinkt mit Best-Practice-Beispielen, mehr Training on the Job.“ Dies bedeute jedoch auch, so Beckmann, Lehrerinnen und Lehrern die Zeit dafür zu geben, dies zu tun, und den Schulen die notwendigen Ressourcen bereit zu stellen.

Hintergrund:
Am 28./29. März 2014 findet in Neuseelands Hauptstadt Wellington der 4. Internationale Kongress zum Lehrerberuf statt. Veranstalter sind die OECD, die Education International (EI) und Neuseelands ErziehungsministerinHekia Parata. Deutschland wird vertreten durch KMK-Generalsekretär Udo Michallik, GEW-Vorsitzende Marlis Tepe und den VBE-Bundesvorsitzenden Udo Beckmann.