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Berlin, Inklusion Integration

2016 zum Jahr der Bildungsgerechtigkeit machen

Auch im Jahr 2016 werden die Beschulung der Flüchtlingskinder und die Inklusion die bestimmenden Themen in den Schulen sein. VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann sagt: „Ich fordere alle Politiker dazu auf, 2016 zum Jahr der Bildungsgerechtigkeit zu machen. Denn wo keine Gerechtigkeit herrscht, ist der soziale Friede bedroht.“ Lege man die Schätzungen der KMK zugrunde, wonach mindestens 325 000 Flüchtlingskinder zu beschulen seien, bedarf es rund 23 000 zusätzlicher Lehrerstellen, vorausgesetzt, die bisherige Lehrer-Schüler-Relation von 1:14 habe Bestand, so Beckmann. 

Beckmann warnt die Politik vor Zögerlichkeit: „Kitas und Schulen können zum Zusammenhalt der Gesellschaft viel beitragen. Lehrer sind Integrationsmotoren. Frühwarner gegen Radikalisierung zu sein, ist nur ein Punkt auf der langen Aufgabenliste, die Politiker ihnen in den letzten Wochen angetragen haben. Wenn die Schulintegration scheitert, werden die gesellschaftlichen Kosten später um ein Vielfaches höher ausfallen.“ 

Beckmann weiter: „Dass einige Kommunen inzwischen dazu übergehen, Flüchtlinge auf bestimmte Standorte zu konzentrieren, hält der VBE für integrationsfeindlich. Die Flüchtlingskinder sollen möglichst schnell in die Regelschulen integriert werden. Die Herausforderung dabei wird sein, allen Kindern, mit und ohne Handicap sowie mit und ohne Migrationshintergrund, gerecht zu werden. Das zu leisten, erfordert Mehraufwendungen, die deutlich über dem bisher zur Verfügung gestellten, liegen. Um ihrem Auftrag gerecht zu werden, brauchen die staatlichen Bildungseinrichtungen neben zusätzlichem Schulraum vor allem ausreichend qualifiziertes Personal.“ 

Ein Wegducken werde bei der Bewältigung dieser Aufgaben nicht zum Erfolg führen, mahnt Beckmann. „Wenn die Herausforderungen Inklusion und anhaltende Zuwanderung weiterhin personell nicht hinreichend unterfüttert werden, wird dies zu einer deutlichen Absenkung der Bildungsqualität führen.“ Zur Ehrlichkeit gehöre in dieser Situation aber auch, dass das gemeinsame Ziel, ein sozial gerechtes, leistungsfähiges und vielfältiges Bildungssystem weiter zu entwickeln, kein Bundesland allein erreichen könne. Aus Sicht des VBE ist es daher nötig, das Kooperationsverbot im gesamten Bildungsbereich endlich aufzuheben.