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Berlin, Inklusion

Inklusion: Kindeswohl erfordert Qualitätsdebatte

„Eltern und Lehrer kommen in Bezug auf ein Gelingen von Inklusion zur gleichen Einschätzung. Dies sollte die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern wachrütteln“, betont VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann unter Hinweis auf die aktuelle Elternstudie der Konrad-Adenauer-Stiftung. „Die Politik zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention muss sich am Kindeswohl und den Bedürfnissen der Eltern messen. Die Realität im Bildungssystem steht dazu in krassem Widerspruch.“ Die gängige Praxis, Bedarfe nach Haushaltslage zu verordnen, gehe an dem Inklusionsgedanken vorbei und sei völlig unakzeptabel, so Beckmann. 

Beckmann weiter: „Es fehlt vollständig die Diskussion um die notwendigen Qualitätsstandards der Inklusion, um den Kindern mit und ohne Handicap wirklich gerecht zu werden. Jedes Bundesland legt für sich die Gelingensbedingungen nach Kassenlage fest. Bisher stehen die Bedingungen für die Umsetzung der schulischen Inklusion klar im Widerspruch zur UN-Behindertenrechtskonvention.“ Die forsa Repräsentativbefragung im Auftrag des VBE vom Mai belege, dass die Schulwirklichkeit bestimmt sei durch zu große inklusive Lerngruppen, einen Mangel an Sonderpädagogen und durch fehlende Fortbildungsangebote für Lehrerinnen und Lehrer. Es fehle auch an passenden Räumen in den Schulen und Barrierefreiheit.