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Berlin, Bildungsfinanzierung

Schluss mit der Verzögerungstaktik der Arbeitgeber

„Wir fordern von den Arbeitgebern, endlich ein ernstzunehmendes Verhandlungsangebot vorzulegen“, betont VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann. „Die Tarifverhandlungen öffentlicher Dienst der Länder müssen zu einem vorzeigbaren Ergebnis gebracht werden. Insbesondere muss es gelingen, eine Entgeltordnung für tarifbeschäftigte Lehrkräfte zu beschließen. Der VBE dringt darauf. Die derzeit praktizierte Ignoranz der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) wird von uns nicht hingenommen. Das beweisen Zehntausende Kolleginnen und Kollegen, die heute und an den kommenden Tagen an landesweiten Warnstreiks in den Ländern teilnehmen.“ Beckmann stellt auch klar: „Das Vorhaben der TdL, mit Eingriffen in die Zusatzversorgung Einkommenserhöhungen gegenzurechnen, ist vollkommen unakzeptabel.“ 

Beckmann weiter: „Der VBE nimmt es nicht hin, dass die Arbeitgeber der Länder nach Gutdünken entscheiden, wie sie ihre angestellten Lehrkräfte bezahlen wollen. Deshalb muss endlich eine Entgeltordnung für Lehrkräfte kommen. Grundsätzlich bleibt der VBE bei seiner Forderung, Lehrerinnen und Lehrer zu verbeamten. Lehrkräfte müssen Beamte sein, denn sie üben hoheitliche Aufgaben aus.“ 

Jens Weichelt, stellvertretender VBE-Bundesvorsitzender und Mitglied der dbb Verhandlungsdelegation in Potsdam, bekräftigt: „Lehrernachwuchs gewinnt man nicht, indem man seine Lehrer schlechter eingruppiert, nicht verbeamtet und sie als Kostenfaktor betrachtet! Lehrerinnen und Lehrer müssen auch an den Steuermehreinnahmen teilhaben. Attraktive Arbeitsbedingungen sind die beste Werbung für den Lehrerberuf! Für unsere Lehrerinnen und Lehrer sind zudem die Ost-West-Angleichung der immer noch getrennten Tarifbereiche und die tarifliche Eingruppierung in Gehaltsgruppen von hoher Bedeutung.“ 

Der VBE hat in den Ländern zu Warnstreiks und Protestkundgebungen aufgerufen. Heute und morgen finden Warnstreiks in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Berlin, Thüringen, Baden-Württemberg, NRW, Rheinland-Pfalz statt. 

Hintergrund:
Die dritte Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder läuft am 16./17. März 2015 in Potsdam. Der dbb, Dachorganisation des VBE, verhandelt gemeinsam mit ver.di in vorerst drei geplanten Verhandlungsrunden mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) für die rund 800.000 Arbeitnehmer der Länder (ohne Hessen, das nicht Mitglied der TdL ist).