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Berlin, Inklusion

Eltern zeigen Wertschätzung für Lehrkräfte

4. nationale JAKO-O Bildungsstudie

„Eltern bewerten die Arbeit der Lehrkräfte mit der Note 2,5. Das ist ein positives Signal an die Lehrerschaft und zeigt die Wertschätzung für ihre Arbeit – und das, trotzdem die Lehrkräfte unter unzureichenden Gelingensbedingungen unterrichten müssen“, kommentiert Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) die Ergebnisse der 4. nationalen JAKO-O Bildungsstudie. 

„Wie auch bei den von uns in Auftrag gegebenen forsa-Umfragen zeigt sich eine hohe Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit“, erklärt Beckmann. So ist ein Ergebnis, dass sich 41 Prozent der befragten Eltern wünschen, dass ihren Kindern Computer- und Internetkenntnisse vermittelt würden. Der VBE-Bundesvorsitzende bekräftigt: „Die Lehrkräfte sehen die Vorteile der Unterstützung ihres Unterrichts durch digitale Angebote. Zudem ist es uns ein Anliegen, Medienkompetenz zu vermitteln, damit keine negativen Folgen aufgrund eines zu hohen oder unreflektierten Medienkonsums entstehen. Ohne die entsprechende Ausstattung der Schulen, ohne die Fortbildung der Lehrkräfte und ohne entsprechende pädagogische Konzepte kann dies jedoch nicht umgesetzt werden. Hier ist die Politik im Zugzwang. Nachdem die Länder sich zu den Eckpunkten einer Bund-Länder-Vereinbarung zum DigitalPakt Schule bekannt haben, muss es nun zügig vorangehen. Papier ist geduldig, Lehrkräfte, Eltern und deren Kinder sind es nicht!“ 

Der Großteil der Befragten sagt, dass Kinder mit körperlichen Beeinträchtigungen und Kinder mit Lernschwierigkeiten mit nicht-behinderten Kindern gemeinsam lernen sollten. Nur die Hälfte der Befragten kann sich jedoch vorstellen, dass verhaltensauffällige Kinder in derselben Klasse wie nicht-behinderte Kinder unterrichtet werden. Der VBE-Bundesvorsitzende Beckmann führt dazu aus: „Eine von uns beauftragte Expertise zu dem Förderbedarf von Kindern mit emotional-sozialen Entwicklungsstörungen macht deutlich, dass diese viel Aufmerksamkeit und eine enge Bindung benötigen. Damit alle Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert werden können, ist es unerlässlich, dass die Regelschullehrkraft ständig durch einen Sonderpädagogen in der Lerngruppe unterstützt wird. Dies ermöglicht die zeitwillige Unterrichtung in Kleingruppen und optimiert die gezielte Differenzierung. Nur so können Eltern Ängste genommen werden, dass ihr Kind wohlmöglich nicht ausreichend gefördert werden kann, wenn ein Kind mit Förderbedarf in der Klasse aufgenommen wird.“