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Bildungs­finanzierung

Der internationale Vergleich zeigt, dass Deutschland nur 0,6 Prozent des BIP in den Primarbereich investiert, im OECD-Schnitt hingegen sind es 1,5 Prozent. Hinzu kommt: Die Bundesländer investieren sehr unterschiedlich. In den ausgabestärksten Bundesländern Bayern, Berlin, Hamburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen werden über 8.000 Euro aufgewendet, in Bayern sogar fast 9.000 Euro. Beim Schlusslicht Nordrhein-Westfalen werden gerade einmal 6.200 Euro ausgegeben.

Der VBE sieht sich dadurch in seiner Auffassung bestätigt, dass durch das Kooperationsverbot Bildungsungerechtigkeit zusätzlich manifestiert wird, da der Bund die unterschiedlich hohen Ausgaben der Länder nicht ausgleicht.

Hohe Geldbeträge sichern noch nicht die Qualität des Systems, aber:

  • Es ist bekannt, dass eine Doppelbesetzung von Regelschullehrkraft und anderer Professionen besser für die individuelle Förderung der Kinder ist.
  • Es ist bekannt, dass kleinere Klassengrößen positiv für den Bildungserfolg sind.
  • Es ist bekannt, dass gut ausgebildete und weitergebildete Lehrkräfte die Herausforderungen des Schulalltags besser meistern können.
  • Es ist bekannt, dass der Raum als 3. Pädagoge angesehen und entsprechend gestaltet werden muss.

Deshalb fordert der VBE ausreichende Investitionen, um den Bedarf an Ressourcen zur Erfüllung der Forderungen der Politik zu decken sowie die Aufhebung des Kooperationsverbotes im Bildungsbereich.Wir brauchen ein Kooperationsgebot von Bund, Ländern und Kommunen, wenn Chancengleichheit unabhängig von der sozialen Herkunft und vom Wohnort sichergestellt sein soll.

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