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Lehrerbildung/-mangel

Deutschland leidet unter einem gravierenden Lehrermangel. Es fehlt an originär ausgebildeten Lehrkräften und Sonderpädagogen. Die KMK-Prognosen sind veraltet, die Umsetzung der Inklusion ist ohne Doppelbesetzung nicht machbar und die Beschulung der Flüchtlingskinder erfordert auch mehr Lehrkräfte. Die Situation spitzt sich immer mehr zu, hat aber aufgrund des Schülerzuwachs ihren Höhepunkt noch nicht erreicht.

Belastend für die Lehrkräfte sind die hohen Herausforderungen, wie Inklusion, Integration und Digitalisierung.

Der VBE setzt sich deshalb dafür ein, dass:

  • die Kultusministerkonferenz und die Schulministerien laufend Prognosen über die Schülerzahlen erstellen und entsprechend Lehrkräfte ausbilden,
  • die notwendigen Ausbildungsplätze für den Nachwuchs in den eigenen Schulen pro Bundesland bereitgestellt werden,
  • notwendige Gelingensbedingungen geschaffen werden, um die Herausforderungen an Schule erfolgreich umsetzen zu können,
  • hohe Qualifikationsstandards für alle an Schule Tätigen eingehalten und stets weiterentwickelt werden,
  • Lehrkräfte innerhalb ihrer Dienstzeit fortgebildet werden und so ermöglicht wird, dass sie mit der steigenden Heterogenität optimal umgehen können.

Die Notlösung, Seiteneinsteiger einzustellen, darf nicht zur Dauerlösung werden. Wenn Seiteneinsteiger an Schulen eingesetzt werden, sind sie vor ihrem Dienstantritt ausreichend, in einer mindestens halbjährigen Ausbildung zu qualifizieren. Wir sind der Überzeugung: Seiteneinsteiger ohne ausreichend pädagogische Kenntnisse können mit den vielfältigen Herausforderungen in den Lerngruppen nicht ausreichend umgehen. Zudem wird ohne die notwendige Vorqualifizierung ihr Versagen provoziert. Das ist unfaires Verhalten der Politik, sowohl gegenüber den Seiteneinsteigern als auch den Schülerinnen und Schülern.

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