Appell zum Schulstart: Rechtlichen Rahmen endlich nutzen
Zum Schulstart richten das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) und der ökologische Verkehrsclub VCD sowie der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und seine Landesverbände einen gemeinsamen Appell an Eltern und Kommunen: Sichere Schulwege müssen konsequenter vorangebracht werden.
Hintergrund ist eine besorgniserregende Zahl: Rund 38 Prozent der Kinder werden mit dem Auto zur Schule gebracht, wie der Monitor Fußverkehr 2024 des Bundesverkehrsministeriums zeigt. Die Folge sind dichter Verkehr und unübersichtliche Situationen vor Schulen zu Unterrichtsbeginn und -ende. Das ist gerade für Kinder, die den sicheren Umgang mit dem Straßenverkehr erst noch lernen, ein erhebliches Risiko. Das Bündnis appelliert deshalb an Eltern, den Schulweg gemeinsam mit ihren Kindern zu Fuß oder mit dem Rad einzuüben und das Auto möglichst stehen zu lassen. Ein aktiver Schulweg stärkt nicht nur die Eigenständigkeit der Kinder, sondern fördert auch Bewegung und soziale Kontakte – und legt den Grundstein für gesunde Gewohnheiten bis ins Erwachsenenalter.
Zugleich sehen die Verbände vor allem die Kommunen in der Pflicht. Die mit der StVO-Reform 2024 geschaffenen rechtlichen Spielräume sollen konsequent genutzt werden – von kurzfristigen Maßnahmen wie temporären Schulstraßen und Elternhaltestellen über dauerhafte Schulstraßen bis hin zu langfristigen Verkehrssystemen mit Tempo 30 und übersichtlichen Kreuzungen in Schulnähe.
Das Bündnis ruft dazu auf, sich an den bundesweiten Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten" vom 21. September bis 2. Oktober 2026 zu beteiligen. Eltern, Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher sind eingeladen, eigene Projekte umzusetzen und sich zu vernetzen.
Weitere Informationen unter zu-fuss-zur-schule.de.
