dbb Regionalkonferenzen – Partizipation in Tariffragen
Einkommensrunde der Länder (TV-L)
Die Einkommensrunde für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L 2025) steht vor der Tür. Die Verhandlungen starten am 3. Dezember 2025 in Berlin. Davor wird die Bundestarifkommission des dbb beamtenbund und tarifunion am 17. November 2025 ihre Forderungen beschließen. Bis dahin traffen sich Vertreterinnen und Vertreter der dbb Mitgliedsgewerkschaften auf insgesamt sechs Regionalkonferenzen, die in diesem Jahr in Köln, Mainz, Leipzig, Hamburg, Stuttgart und Nürnberg stattfanden, und diskutierten über Missstände, Änderungsbedarf und mögliche Forderungen. Das Format der Regionalkonferenz hat sich als wesentlicher Bestandteil der Partizipation und Meinungsbildung innerhalb des dbb vor den großen Einkommensrunden etabliert.
Die anstehende Einkommensrunde für den öffentlichen Dienst der Länder wird aufgrund der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gesamtsituation sehr fordernd werden. Rita Mölders, stellvertretende VBE Bundesvorsitzende, Bereich Tarifpolitik, geht davon aus, dass „ohne ein geschlossenes und gegebenenfalls auch streikfähiges Auftreten der Verbände und Gewerkschaften, insbesondere des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), keine ordentlichen Ergebnisse erzielt werden“.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Entgeltbedingungen und die Bedarfe in den unterschiedlichen Bereichen des Landesdienstes. Andreas Hemsing, stellvertretender dbb Bundesvorsitzender und Fachvorstand Tarifpolitik, fasste die Diskussion zusammen: Die Kolleginnen und Kollegen sehen deutlichen Handlungsbedarf, was ihre Bezahlung angeht. Die Länder müssen auf dem Arbeitsmarkt wieder konkurrenzfähiger werden.“
Neben dem Ruf nach deutlichen Entgeltsteigerungen sprachen sich die Teilnehmenden auch vehement dafür aus, die Themen Arbeitszeit und Überlastung in ihren unterschiedlichen Facetten zu beleuchten. Aus Sicht von Rita Mölders müssen sich die Arbeitgebenden insbesondere in puncto Arbeitsentlastung bewegen, „um die Beschäftigten in den Schulen zu schützen, die tagtäglich einen unverzichtbaren, wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Zudem gilt es, junge Menschen für die Tätigkeiten zu gewinnen und den öffentlichen Dienst insgesamt attraktiv zu gestalten.“
Schließlich wurde betont, dass es wichtig ist, die erzielten Tarifergebnisse zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfänger/-innen in den Ländern und Kommunen zu übertragen.
