Die Stimme der Lehrkräfte kämpft gegen Lehrerbashing

© Dirk Borm

Obwohl Bildung durch Schulschließungen und -öffnungen, durch die Belastungen für die Lehrkräfte und der Eltern und die Überlegungen zum Kindeswohl in den Medien oft thematisiert wird, gibt es doch selten die direkte Auseinandersetzung mit diesem Thema in Talkshows. Dies änderte sich am 25. Mai 2020, als bei „hart aber fair“ getitelt wurde: „Kinder und Eltern zuletzt – scheitern Schulen an Corona?“. Geladen waren u. a. die Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und die Kultusministerin aus Baden-Württemberg, Dr. Susanne Eisenmann, sowie der Bundesvorsitzende des VBE, Udo Beckmann.  

Selten war das Medienecho nach der Sendung so einhellig, wie darüber, dass der Moderator Frank Plasberg jede Möglichkeit zum „Lehrerbashing“ genutzt habe: Angefangen mit der Frage, ob es vertretbar sei, dass Lehrkräfte einen Brückentag nehmen bis hin zum Einspieler, der eine anklagende Mutter zeigte, welche die mangelnde (digitale) Unterstützung der Lehrkräfte kritisierte. Udo Beckmann jedoch äußerte sich versiert, ließ sich auf Verallgemeinerungen nicht ein und schaffte Verständnis für den Drahtseilakt, den viele Lehrkräfte gerade zwischen Präsenz- und Fernlernen, Betreuung der eigenen Kinder und Notbetreuung der Kinder anderer hinbekämen.

Die Sendung kann hier abgerufen werden: https://kurzelinks.de/v9tk