DKLK-Studie offenbart massive Beeinträchtigung des Betreuungsangebotes in Kitas

© Alexander Spelsberg

„Alarmstufe Rot! Das ist, in zwei Worten zusammengefasst, was wir aufgrund der Ergebnisse der DKLK-Studie 2019 feststellen müssen. Die Umfrage offenbart in dramatischer Klarheit, in welchem Ausmaß sich die Versäumnisse der Politik der zurückliegenden Jahre im Kitabereich heute rächen.“ Mit dieser Einschätzung eröffnete Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des VBE, sein Pressestatement zur Vorstellung der Umfrage im Rahmen des Deutschen Kitaleitungskongresses am 27. März 2019 in Düsseldorf. An der bundesweiten Umfrage, herausgegeben von Wolters Kluwer und dem VBE und unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Ralf Haderlein, hatten 2.628 Kita-Leitungen teilgenommen.

Danach können 95 Prozent der Kitas den empfohlenen Mindeststandard bei der Fachkraft-Kind-Relation nicht halten, 90 Prozent haben in den letzten 12 Monaten mit einer Personalunterdeckung arbeiten müssen und 86 Prozent der vom Personalmangel betroffenen Kitas müssen ihre Angebote mindestens vorübergehend reduzieren. 7 von 10 Kitas benötigen mehr als drei Monate, um offene Stellen zu besetzen und entgegen aller Versprechen der Politik hat sich der Verwaltungsaufwand für 60 Prozent der Kita-Leitungen sogar noch erhöht. Nichts verändert hat sich hingegen leider an der Wertschätzung durch die Politik: 80 Prozent der Kita-Leitungen zeigen sich wie schon 2018 enttäuscht. Beckmann forderte von der Politik angesichts dieser Ergebnisse massive, langfristige und flächendeckende Investitionen und Entlastungen im frühpädagogischen Bereich. Die Forderungen können Sie hier nachlesen.

Auf dem DKLK in Düsseldorf, der vom VBE NRW mitausgerichtet wird, konnten sich die Teilnehmenden aus einem Angebot von 60 Vorträgen und Workshops ihr persönliches Programm zusammenstellen.

Übrigens: Von April bis September 2019 finden noch weitere Kongresse für Kitaleitungen in Berlin, Leipzig, Stuttgart und Augsburg statt. Mehr Informationen dazu finden Sie auf unserer Homepage.