Faire Perspektiven statt feindlicher Debatten

Equal Pay Day 2026

Zum Equal Pay Day am 27. Februar positioniert sich der Verband Bildung und Erziehung (VBE) klar: Statt Teilzeit als „Lifestyle“-Option zu kritisieren, braucht es gleiche Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Wahlfreiheit für Lehrkräfte.

Tanja Küsgens, Bundessprecherin der Frauen im VBE, erklärt:

„Bei rund 75 Prozent weiblichen Lehrkräften dient Teilzeit vielen dazu, die hohe Belastung zu bewältigen. Vorbereitung, Korrekturen, Elterngespräche und Zusatzaufgaben überschreiten oft das Stundenkontingent.“

Die Debatte umgeht den Lehrkräftemangel und die Belastung in Schulen. Viele wählen Teilzeit nicht freiwillig, sondern wegen Überlastung oder familiärer Verpflichtungen. VBE Bundesvorsitzender Tomi Neckov betont:

„Bereits jetzt erbringen Lehrkräfte unentgeltliche Mehrarbeit. Einschränkungen würden Burnout-Risiken und Ausstiege fördern.“

Überhaupt nicht Teil der Debatte: Teilzeit hat auch Nachteile: Einkommensverluste, eingeschränkte Karrierechancen und Rentennachteile.

Der VBE fordert daher:

  • Erhalt des Rechts auf Teilzeit und Ausbau flexibler Modelle.
  • Gleichen Lohn für gleiche Leistung in allen Schulformen.
  • Verbesserung der Bedingungen, um Überlastung zu mindern.
  • Konsequente Maßnahmen gegen den Gender Pay Gap.