Frauen an die Macht
„Jetzt oder nie: Frauen. Macht. Demokratie.“ – unter diesem Motto kamen vom 20. bis 21. März in Berlin Delegierte des 13. dbb bundesfrauenkongress zusammen. Alle fünf Jahre tritt der Kongress als höchstes Gremium der dbb bundesfrauenvertretung – mit knapp 500.000 weiblichen Mitgliedern die größte Interessenvertretung von Mitarbeiterinnen im öffentlichen Dienst – zusammen. Der VBE war als größte Fachgewerkschaft des dbb beamtenbund und tarifunion mit 70 Delegierten vertreten.
Bei der Wahl des Vorstandes wurde Milanie Kreutz als Vorsitzende im Amt bestätigt. Tanja Küsgens, Bundessprecherin der VBE Frauenvertretung, rückt zur stellvertretenden Vorsitzenden auf. Ihren Fokus möchte Küsgens auf Vereinbarkeit und Bildung setzen. Sie freut sich darauf, für die Interessen und den Schutz von Frauen nun auch auf Bundesebene im dbb zu kämpfen. Komplettiert wird das sechsköpfige Leitungsteam durch vier Beisitzerinnen, unter welche auch die Leiterin des Referats Gleichberechtigung im Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Sandra Schäfer, gewählt wurde, die für den Bayerischen Beamtenbund antrat.
Hochkarätig besetzte Impulse bildeten den weiteren Rahmen: Bundesfamilienministerin Karin Prien sprach in ihrem Grußwort über Gleichberechtigung als die zentrale Frage unserer Demokratie. Dabei sei es Verfassungsauftrag, die bestehenden Hindernisse zu bekämpfen. Zu Parität in Deutschland hielt Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig eine Rede. Außerdem sicherte sie ein baldiges Gesetz gegen Gewalt im digitalen Raum zu. Prof. Dr. Silke Ruth Laskowski von der Universität Kassel kritisierte in ihrem Vortrag das vorherrschende Demokratiedefizit bei der politischen Teilhabe von Frauen und schlug als Lösung ein paritätisches Wahlrecht vor.
Am zweiten Tag des Kongresses haben die Delegierten fast 300 Anträge geprüft und beschieden – und damit die zukünftigen Grundsätze für die frauenpolitische Arbeit im dbb festgelegt.
Lesen Sie dazu auch die Pressemitteilung.

