Den Opfern des Holocaust: Gedenkveranstaltung in Auschwitz-Birkenau

© Dorota Obidniak

„Auschwitz ist nicht vom Himmel gefallen“. Einer von vielen bewegenden Sätzen, die Überlebende auf der zentralen Gedenkfeier anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz mit den geladenen Gästen teilten. Zu den Teilnehmenden gehörten neben Vertreterinnen und Vertretern israelischer und polnischer Mitgliedsgewerkschaften der Bildungsinternationale (BI) auch Delegationen von VBE und GEW. Gemeinsam nahmen sie zudem an einer internationalen Konferenz der BI teil. VBE und GEW warben zusammen dafür, die Erinnerungskultur und den aktiven Einsatz für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen miteinander zu verbinden. Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des VBE, wies darauf hin, dass das Verankern des Themas Holocaust in den Lehrplänen mit einer klaren Verantwortungsübernahme durch die Politik einhergehen muss, junge Menschen bei der Entwicklung einer reflektierten Wertehaltung zu fördern, zum Beispiel durch mehr Zeit für demokratische Prozesse in der Schule und umfassende Möglichkeiten, Erinnerungsstätten wie Auschwitz zu besuchen.

Alljährlich wird eine Gedenkveranstaltung in Polen ausgerichtet, an der sich israelische, deutsche und polnische Gewerkschaften, die gemeinsam in der BI organisiert sind, beteiligen. Ziel ist es, die Erinnerungskultur zu pflegen und dass sich insbesondere junge Lehrkräfte über Unterrichtsprojekte hierzu austauschen.