Kein Angebot der Arbeitgeber
VBE-Mitglieder beteiligen sich an dutzenden Streikaktionen in ganz Deutschland
Der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Tomi Neckov, brachte es auf den Punkt: „Wenn das vermeintliche Angebot der Arbeitgeber so weit von unseren Forderungen entfernt ist, müssen wir mit Nachdruck für das einstehen, was wir verdienen.“ Mit diesen klaren Worten verdeutlichte Neckov, dass es nach der ergebnislosen zweiten Tarifrunde zum TV-L am 15. und 16. Januar 2026 in Potsdam so nicht weitergehen kann.
Die Arbeitgeberseite blieb konkrete Zahlen schuldig und stellte lediglich Entgelterhöhungen knapp über der Inflationsrate bei einer Laufzeit von 29 Monaten in Aussicht – inklusive Nullmonaten im Jahr 2025.
Für Rita Mölders, stellvertretende Bundesvorsitzende und verantwortlich für Tarifpolitik im VBE, ist das ein fatales Signal: Wertschätzung sehe anders aus. Gerade jetzt, wo Beschäftigte in Kitas und Schulen täglich enorme Herausforderungen meistern, brauche es echte Zusagen und spürbare Verbesserungen. Deshalb heißt es nun: weiterkämpfen – am Verhandlungstisch und auf der Straße.
Gemeinsam mit dem dbb beamtenbund und tarifunion ruft der VBE dazu auf, den Druck zu erhöhen. Nach Mahnwachen und Demonstrationen ist klar: Jetzt wird gestreikt. Denn es geht um viel – um faire Bezahlung, um Respekt und um die Attraktivität des öffentlichen Dienstes für rund 3,5 Millionen Betroffene bundesweit. Die Forderungen liegen auf dem Tisch: 7 Prozent mehr Entgelt, mindestens 300 Euro, höhere Zuschläge, bessere Vergütung für Nachwuchskräfte und eine Laufzeit von 12 Monaten.
Ergebnislos war gestern. Jetzt setzen die Beschäftigten ein unüberhörbares Zeichen – im Januar zum Beispiel in Berlin, Magdeburg und München sowie an fünf Standorten in Sachsen mit Demonstrationen und Warnstreiks. Zudem organisierte der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband Mahnwachen vor dem CSU-Parteitag.
Weitere Aktionen folgen unter anderem im Februar in Hannover, Stuttgart, Düsseldorf und Saarbrücken sowie im März in Erfurt.
Impressionen von den bundesweiten Streitaktionen





