Konstruktiver Austausch zu „Lernen und Leistung“ im 3. Workshop des VBE

© Anne Roewer

Während die einen die Objektivität von Noten anzweifeln, dienen sie anderen als fester Referenzrahmen. Wo die einen sich fragen, ob Noten und Abschlüsse überhaupt vergleichbar sind, stellen andere infrage, ob sie das sein müssten – schließlich geht es in einer Welt, in der sich ständig alles bewegt, vielmehr um die individuelle Menschwerdung als um die bestmögliche Abiturnote. Schon bei der Klärung der Erwartungen an den Workshop „Lernen und Leistung“ wurde deutlich, wie unterschiedlich die Vorstellung zu dem Begriff „Leistung“ ist.

Der Austausch war jedoch sehr bereichernd, hatte man doch die Gelegenheit, über den eigenen Tellerrand zu blicken, andere Sichtpunkte zu betrachten und sich länderübergreifend losgelöst vom Alltagswerk einen halben Tag über diese Themen zu verständigen. Genau das ist das Konzept der „Workshops“, die vom VBE Bundesverband veranstaltet werden und an denen Expertinnen und Experten aus den Landesverbänden teilnehmen können. Das Konzept resultiert aus dem im letzten Jahr umgesetzten Strategieprozesses des VBE Bundesverbandes umgesetzt. Hierbei ging es um die Frage, ob die Angebote des Bundesverbandes zu den Bedürfnissen der Landesverbände passen. Ein Ergebnis war, dass der länderübergreifende Austausch gerade mit Fokus auf die Schul- und Bildungspolitik in den Ländern vertieft werden soll. Aus diesem Grund fanden bereits zwei Workshops („Föderalismus“ und „Seiteneinstieg“) statt, in denen jeweils eine gemeinsame Position erarbeitet wurde.

Ende Januar 2020 fand der 3. Workshop statt - unter der Leitung der stellvertretenden Bundesvorsitzenden für den Bereich Schul- und Bildungspolitik, Simone Fleischmann, die auch Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) ist. Sie bereitete den Workshop gemeinsam mit ihrer Kollegin aus dem BLLV, Birgit Dittmer-Glaubig, vor. Momentan werden die Ergebnisse in Form eines offenen Fragekatalogs zusammengestellt und sollen dann verbandsintern weiter diskutiert werden.