Digitalisierung

Position des VBE: Verantwortung übernehmen statt verbieten

Der VBE Bundesvorstand hat sich in seiner Sitzung Mitte Juni 2026 auf eine gemeinsame Positionierung zur Social-Media-Nutzung von Kindern und Jugendlichen verständigt. Dabei wird darauf fokussiert, dass auf den verschiedenen politischen Ebenen und gesamtgesellschaftlich Verantwortung dafür übernommen werden muss, dass die Nutzung sozialer Medien vereinbar ist mit den Prinzipien von Kinder- und Jugendschutz. Ein pauschales Verbot wird abgelehnt, wenngleich der Verband darauf hinweist, dass die Anbieter sich bereits selbst darauf verpflichten, Accounts erst für über 13-Jährige vorzuhalten. Damit dies verifiziert und die Anbieter auch für süchtigmachende Algorithmen in die Verantwortung genommen werden können, plädiert der Bundesvorstand für die Nutzung tragfähiger politischer Mittel.

Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die Begegnung im digitalen Raum auch deshalb notwendig sei, da immer mehr analoge Räume geschlossen werden. Investitionen in die Jugendarbeit sind daher genauso wichtig wie die wirksame Präventionsarbeit durch angemessene Medienbildung und die Zusammenarbeit mit den Eltern.