Tarifrunde gestartet: VBE macht mobil

VBE fordert 6 Prozent mehr und Verbesserungen der Entgeltordnung-Lehrkräfte

© Anne Roewer

Es ist schon ein Ritual: Am ersten Verhandlungstag in der Tarifrunde legen die Gewerkschaften ihre Forderungen auf den Tisch, die Arbeitgebervertretung sagt „Nein“ und man vertagt sich. Um den Druck zu erhöhen, haben Gewerkschaftsvertreterinnen und -vertreter vor dem Verhandlungsort lautstark ihre Forderungen kundgetan. Auch eine große Delegation von im VBE Organisierten u.a. aus Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen war vor Ort.

Der VBE Bundesvorsitzende stellt klar: „Wir senden hier ein klares Signal an die Finanzministerinnen und -minister der Länder: Wir wollen mehr Geld, die stufengleiche Höhergruppierung und die Paralleltabelle. Wir sind laut und wir sind viele.“ Mit Blick auf pralle Kassen und das Lob für Lehrkräfte bekräftigte er: „Die Wertschätzung für das pädagogische Personal darf sich nicht in leeren Worthülsen in Sonntagsreden erschöpfen. Die Länder haben jetzt die Möglichkeit zu zeigen, was wir ihnen wirklich wert sind.“ 

Die Bundestarifkommission und weitere Gremien des dbb haben am 20. Dezember 2018 u.a. folgende Forderungen zur Einkommensrunde 2019 mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und dem Land Hessen für eine zwölfmonatige Laufzeit beschlossen, die es in den drei Verhandlungsrunden gilt, zu vertreten:

  • Erhöhung der Tabellenentgelte um 6 Prozent, mindestens 200 Euro,
  • Erhöhung der Ausbildungs- und Praktikantenentgelte um 100 Euro,
  • Weiterentwicklung der Entgeltordnung Lehrkräfte, insbesondere Realisierung der Paralleltabelle,
  • Erhöhung des Urlaubs für Auszubildende/Praktikanten auf 30 Tage,
  • zeitgleiche und systemgerechte Übertragung des Volumens auf den Beamtenbereich.

Hier finden Sie die bisherigen Pressemitteilungen des VBE Bundesverbandes: