Transformation nur mit den Lehrkräften – nicht über ihren Kopf hinweg

Leuchtturm hier, Vorzeigeschule da, aber wie gelingt die Transformation des Schulsystems in der Breite? Und wie stellen wir sicher, dass alle mit an Bord sind, wenn es darum geht, zu neuen Ufern aufzubrechen? Das war Fokus der Weimarer Gespräche zur Leitfrage „Ein Masterplan für die Transformation des Schulsystems?“. Sie fanden vom 17. bis 19. August 2026 in Schloss Ettersburg bei Weimar statt. Neben dem Bundesvorsitzenden des VBE, Tomi Neckov, nahmen Personen aus der Bildungs- und Transformationsforschung, aus der Verwaltung, von Stiftungen und weiteren Organisationen teil. Ein buntes Panorama verschiedener Perspektiven.

Als Gewerkschafter kam Neckov dabei eine besondere Rolle zu. Immer wieder brachte er die Sicht aus der Praxis ein – und mahnt, dass Lehrkräfte nicht „transformiert werden“ wollen, sondern aktiver Teil des Prozesses sein müssen. Sie müssen gefragt und beteiligt werden. Denn: „Lehrkräfte sind nicht das Problem des Bildungssystems, sondern wollen Teil der Lösung sein!“

Gleichzeitig wurde immer wieder deutlich, dass Transformation von Schule zwar notwendig ist, aber kein neues Wort für Sparpolitik, Personalmangel-Verwaltung oder Deprofessionalisierung werden darf. Wenn Wandel gelingen soll, braucht es angemessene Ressourcen, um die Veränderung bestmöglich begleiten zu können.