Bildungsgerechtigkeit Lehrerbildung/-mangel

Weltlehrer*innentag 2020: Gewerkschaften betonen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag von Lehrkräften

Anlässlich des jährlich am 5. Oktober gefeierten Weltlehrer*innentages haben der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auf den enormen gesellschaftlichen Beitrag hingewiesen, den Lehrkräfte in der aktuellen Pandemie leisten. VBE und GEW vertreten innerhalb des Dachverbandes Bildungsinternationale (BI) gemeinsam die Interessen der Lehrkräfte in Deutschland. Sie betonten gleichfalls, dass die Corona-Krise die Mängel des deutschen Bildungssystems „gnadenlos aufgedeckt“ hat. „Wie unter einem Brennglas sind die Versäumnisse der Politik in den vergangenen Jahren deutlich geworden. Jetzt müssen Bund, Länder und Kommunen endlich mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung langfristig deutlich mehr Geld in die Bildung sowie bessere Lern- und Arbeitsbedingungen investieren“, kommentierten der Bundesvorsitzende des VBE, Udo Beckmann, und die Vorsitzende der GEW, Marlis Tepe. Der Weltlehrer*innentag wurde 1994 durch die UNESCO, die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und die Bildungsinternationale (BI) ins Leben gerufen.

Der 5. Oktober ist für die internationale Bildungsbewegung ein herausragendes Datum: 1964 haben UNESCO und ILO die „Charta zum Status der Lehrerinnen und Lehrer“ angenommen. Damit war es zum ersten Mal gelungen, in einem internationalen Konsens den Status des Lehrberufs in der Gesellschaft und die Verpflichtung der Politik zur Sicherung ausreichender Arbeits- und Lebensbedingungen für Pädagoginnen und Pädagogen festzuschreiben.