DSLK-Schulpreis 2025
Bildung für nachhaltige Entwicklung

Der DSLK-Schulpreis 2024 wurde live im Rahmen des Deutschen Schulleitungskongresses am 28. November 2025 in Düsseldorf verliehen.
Der Schulpreis ist mit 50.000,- € dotiert und wird von der SIGNAL IDUNA gestiftet. Insgesamt werden fünf Schulen mit dem Preis ausgezeichnetund erhalten jeweils 10.000,- Euro. Die Summe wird zweckgebunden für Nachhaltigkeitsprojekte den gewählten Siegerschulen zur Verfügung gestellt. Zwei Preise zu je 10.000,- Euro werden an Grundschulen vergeben, zwei an weiterführende und ein Preis ist für die berufsbildenden Schulen vorgesehen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.dslk-schulpreis.de.
Lesen Sie dazu auch die Pressemitteilung des VBE vom 28. November 2025.
Siegerschulen 2025
Grundschulen:
Grundschule am Dichterviertel, Mülheim a.d.R. | Nordrhein-Westfalen
Die Grundschule am Dichterviertel zeigt eindrucksvoll, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung zu einem lebendigen Bestandteil des Schulalltags werden kann. Im Schulgarten, im grünen Klassenzimmer und im Kinderparlament lernen Kinder nicht nur Wissen, sondern aktives Handeln, Mitbestimmung und Verantwortung. Durch internationale Kooperationen, etwa mit Schulen in Athen, erweitert die Schule ihren Bildungsauftrag über das Lokale hinaus und stärkt europäische Perspektiven. Mit ihrem klaren BNE-Profil, ihrer demokratischen Kultur und ihrem engagierten Team schafft sie einen Lernort, der Kinder begeistert und nachhaltig prägt.
Johannes-Falk-Haus, Hiddenhausen | Nordrhein-Westfalen
Das Johannes-Falk-Haus zeigt auf beeindruckende Weise, dass nachhaltige Entwicklung vor allem aus Haltung entsteht. Als Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung lebt die Schule BNE im Alltag – vom bewussten Umgang mit Energie und Wasser über Mülltrennung und Schulgarten bis hin zu Bienenhaltung, Streuobstwiese und Upcycling-Projekten. Kinder und Jugendliche erfahren hier unmittelbar, wie Kreisläufe funktionieren und wie eigenes Handeln Wirkung entfaltet. Besonders hervorzuheben ist die Verbindung von Inklusion, Demokratiebildung und Nachhaltigkeit: Jede Stimme zählt, und gemeinsames Lernen wird zu gelebter Verantwortung.
FGZ Sonnenstraße, Düsseldorf | Nordrhein-Westfalen
Die FGZ Sonnenstraße überzeugt durch eine gelebte Kultur der Wertschätzung, in der jedes Kind mit seinen individuellen Voraussetzungen wahrgenommen wird. Vielfalt, Mehrsprachigkeit und unterschiedliche Hintergründe gelten als Bereicherung für das gemeinsame Lernen. Mit dem FreiDay schafft die Schule einen Raum, in dem Schülerinnen und Schüler Verantwortung übernehmen und sich systematisch mit Zukunftsfragen auseinandersetzen. Klare pädagogische Leitlinien, ein starkes Miteinander sowie eine verlässliche, offene Schulführung machen die FGZ Sonnenstraße zu einem Ort, an dem Kinder fachlich wie persönlich wachsen können.
Sekundarstufe I/II:
Realschule am Kattenberge, Buchholz | Niedersachsen
Die Initiative Grünes Lesen zeigt eindrucksvoll, wie Leseförderung mit nachhaltigem Lernen verknüpft werden kann. Saatgutbibliothek, Outdoor-Bücherei, Hochbeete, Bewässerungssysteme, 3-D-Druck, Podcasts und eine eigene Pflanzendatenbank machen Lesen zu einem aktiven, kreativen Gemeinschaftserlebnis. Die gesamte Schule wird einbezogen – ein Whole School Approach, der weit über das Schulgelände hinauswirkt. Kooperationen mit NABU, lokalen Betrieben und sozialen Einrichtungen stärken den Whole Institution Approach. Aus einem Projekt ist eine Haltung gewachsen. Die Jury gratuliert der Realschule Am Kattenberge herzlich zu dieser vorbildlichen Arbeit.
Berufsbildende Schule:
Berufsbildende Schulen am Museumsdorf Cloppenburg | Niedersachsen
Die Berufsbildenden Schulen am Museumsdorf Cloppenburg zeigen eindrucksvoll, wie Zukunft aktiv gestaltet wird. Seit 2008 leben sie das Profil „Umweltschule in Europa“ und verankern Bildung für nachhaltige Entwicklung fest im Schulalltag. Projekte wie die Woche der Nachhaltigkeit, die Schülerfirma „Die BlätterRetter“, die Zusatzqualifikation im Nachhaltigkeitsmanagement sowie MakerSpace und Schulgarten greifen zu einem stimmigen Gesamtkonzept ineinander. Besonders hervorzuheben ist, dass die Schülerinnen und Schüler große Eigenverantwortung übernehmen, aktiv Lösungen entwickeln und ihre Lernprozesse eigenständig gestalten – getragen von einem engagierten Kollegium.
Mehr zu den Siegerschulen lesen Sie in der Publikation mit Interviews der Projektverantwortlichen.