Trinationale Erklärungen

Im Zusammenhang mit der Vorbereitung des Weltlehrerkongresses 2007 lud der VBE die Vorsitzenden der österreichischen Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) und des Dachverbands Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) zum Deutschen Lehrertag "Fit für den Lehrerberuf - Pädagogische Profession im 21. Jahrhundert" nach Leipzig ein. Die Gemeinsamkeiten zum Berufsbild des Lehrers wurden in der ersten gemeinsamen Position, der "Leipziger Erklärung" formuliert. Mit Blick auf die Entwicklung der Profession im deutschsprachigen Raum und in Europa wurden 2007 regelmäßige Arbeitstreffen zwischen den Gewerkschaften vereinbart. Seither haben die drei Verbände folgende gemeinsame Erklärungen veröffentlicht.

Baseler Erklärung 2018

Digitale Technologien an Schulen

Mit der Basler Erklärung (2018) fordern GÖD-aps, LCH und VBE eine bessere Ausstattung für die Schulen ein und betonen die Relevanz der Lehrkraft, auch in Zeiten der Digitalisierung. Die drei Kernforderungen lauten:

  1. Pädagogik muss vor Technik kommen.
  2. Lehrpersonen brauchen ausreichende Aus- und Weiterbildung.
  3. Schulen und Lehrpersonen brauchen eine zeitgemässe technische Infrastruktur.

Die Erklärung finden Sie hier.

Hamburger Erklärung 2017

Klare Regelungen für Sponsoring an Schulen

In der Hamburger Erklärung (2017) werden klare Regelungen für ein Sponsoring an Schulen gefordert. Die Eckpunkte lauten:

  1. Der Staat darf sich nicht aus der Finanzierungspflicht der Schulen entziehen.
  2. Sponsoring muss sich dem Primat des Pädagogischen unterordnen.
  3. Sponsoring an Schulen braucht verlässliche Strukturen und Leitlinien.

Die Erklärung finden Sie hier.

Mainauer Erklärung 2015

Gegen das Sparen an der Bildung

In der Mainauer Erklärung (2015) kritisieren GÖD-APS, LCH und VBE die Unterfinanzierung von Schulen. Hauptkritikpunkte sind:

  • Zu große Klassen, zu hohe Unterrichtsverpflichtungen und schlechte Betreuungsverhältnisse,
  • die Überwälzung zusätzlicher Aufgaben bei gleicher Ressourcenausstattung,
  • der Abbau von Unterrichts- Förder- und Ergänzungsangeboten sowie die ungenügende Lohnentwicklung.

Die Erklärung finden Sie hier.

Berliner Erklärung 2014

Ja zur Inklusion

In der Berliner Erklärung (2014) bekennen sich die drei unterzeichnenden Gewerkschaften klar zur Inklusion und benennen Gelingensbedingungen, welche durch die Politik geschaffen werden müssen:

  1. Inklusion muss gesellschaftlich mitgetragen werden.
  2. Die Umstellung auf Inklusion erfordert massive Investitionen.
  3. Inklusion kann nur lokal umgesetzt werden.
  4. Lernvorgaben und Lernmaterial müssen die Heterogenität abbilden.
  5. Spezielle Förderangebote und Beratung sind weiterhin nötig. 6. Die Politik muss eine sorgfältige Umsetzung verantworten.

Die Erklärung finden Sie hier.

Weltlehrertag-Erklärung 2012

Nur die Besten ins bildungspolitische Amt!

Anlässlich des Weltlehrertages (2012) fordern die Gewerkschaften GÖD-APS, LCH und VBE gemeinschaftlich eine Professionalisierung und hohe Qualitätsstandards bei der Besetzung von bildungspolitischen Ämtern.

Die Erklärung finden Sie hier.

Zürcher Erklärung 2010

Lehrermangel

In der Zürcher Erklärung (2010) fordern GÖD-APS, LCH und VBE vor dem Hintergrund des massiven Lehrermangels im deutschsprachigen Raum eine adäquate pädagogische Qualifizierung von Lehrkräften und die nachhaltige Erhöhung der Attraktivität des Lehrerberufes.

Die Erklärung finden Sie hier.

Wiener Erklärung 2008

Qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer – ein Eckpfeiler der Demokratie

In der Wiener Erklärung (2008) formulieren GÖD, LCH und VBE sieben Grundsätze für den  Lehrerberuf, mit denen erstmalig ein länderübergreifendes Leitbild beschrieben wird und deren Einhaltung die Gewerkschaften als essentiell ansehen, um einem weitreichenden Lehrermangel entgegenzuwirken.

Die Erklärung finden Sie hier.

Leipziger Erklärung 2007

Europäische Identität und freiwillige Mobilität

In der ersten gemeinsamen (Leipziger) Erklärung von GÖD, LCH und VBE fordern die drei Gewerkschaften im Sinne eines Bildungs- und Erziehungssystems auf höchstmöglichem Niveau, dass die Ausbildung von Pädagoginnen und Pädagogen mindestens auf der Höhe eines akademischen Mastergrades stattfindet und darüber hinaus eine hochwertige Fort- und Weiterbildung für alle Pädagoginnen und Pädagogen gewährleistet und ermöglicht wird.

Die Erklärung finden Sie hier.