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Berlin, Bildungsfinanzierung

Bildungsrepublik 2011 endlich anpacken

„79 Prozent der Bundesbürger halten die Bildungsrepublik für eine Worthülse“, betont VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann. Unter Hinweis auf die repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag des VBE vom September dieses Jahres sagt Beckmann: „Die Bürgerinnen und Bürger durchschauen die Trickserei von Bund und Ländern und trauen deren Ankündigungen nicht mehr über den Weg. Der VBE gibt zum Jahreswechsel den dringenden Rat an Bundeskanzlerin und Länderchefs, die Ankündigung des Dresdner Bildungsgipfels von 2008 im neuen Jahr endlich Wirklichkeit werden zu lassen und sich nicht heimlich aus der Verantwortung zu stehlen. Bildung ist ein gesamtstaatlicher Auftrag. Das Kooperationsverbot von Bund und Ländern muss endlich gestoppt werden.“

Es sei eklatant, kritisiert Udo Beckmann, dass Bundesmittel für Bildung auf Schleichwegen an private Bildungsträger für Nachhilfeunterricht durchgereicht würden, um dem Kooperationsverbot zu genügen, während gleichzeitig in den Länderhaushalten das Geld für kleinere Klassen und eine ausreichende Lehrerversorgung von 106 Prozent fehle.

Der VBE-Bundesvorsitzende weiter: „Das Ziel der Bildungsrepublik unterstützen drei von vier Bundesbürgern. Das sollte Bund und Länder genug Ansporn sein, in Kindergärten und Schulen zu investieren und dies nicht als Haushaltsballast abzutun.“ Die Bildungschancen der Kinder müssten endlich von der sozialen Herkunft entkoppelt werden, so Beckmann. „Der VBE fordert insbesondere den quantitativen und qualitativen Ausbau von Kindergärten und für 2011 eine Ganztagsschuloffensive II. Schulen brauchen eine deutlich verbesserte personelle, sächliche und räumliche Ausstattung, damit Schülerinnen und Schüler individuell gefördert und gefordert werden können.“