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Berlin, Bildungsfinanzierung

Mehr Bildungsinvestitionen alternativlos

VBE zum OECD-Bericht

„Im internationalen Vergleich hat Deutschland bei den Bildungsausgaben immer noch Nachholbedarf und muss deutlich zulegen“, fordert VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann, „damit wir nicht in die demografische Falle tappen. Der Fachkräftemangel im MINT-Bereich, zum Beispiel auch im Lehrerberuf, ist bereits mit beiden Händen zu greifen.“ Seit Jahren halte Deutschland mit der weltweiten Bildungsexpansion nicht Schritt. „Wer eine Bildungsrepublik ausruft“, so Beckmann, „muss sich eindeutig dazu bekennen, dass Bildungsausgaben Investitionen sind. Die Rechenmanöver von Bund und Ländern, die vom Bildungsgipfel beschlossenen zehn Prozent vom Bruttoinlandsprodukt für Bildung und Forschung bis 2015 zu relativieren, lassen die nötige Bereitschaft vermissen.“

Beckmann weiter: „Trotz Schuldenbremse müssen die Länder insbesondere die durch Schülerrückgang frei werdenden Mittel im Bildungssystem halten. Die Bildungschancen aller Kinder und Jugendlichen müssen unabhängig von der sozialen Herkunft gestärkt werden.“ Nur auf diesem Weg könne allen berufliche und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht werden. Zudem sei dies der sicherste Weg zu einer Haushaltskonsolidierung, denn die Bildungsrendite steige mit wachsender Qualifikation.

Hintergrund: Am heutigen Tag stellte die OECD ihren Bericht für 2010 „Bildung auf einen Blick“ sowie erstmals eine Studie zur beruflichen Bildung in Deutschland vor.