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Berlin, Gewalt gegen Lehrkräfte

Runder Tisch muss Hü und Hott der Gewaltprävention beseitigen

Mit Blick auf den morgen erstmals tagenden Runden Tisch gegen Kindesmissbrauch betont VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann: „Der VBE dringt insbesondere darauf, ein dauerhaftes Netz der Prävention gegen Gewalt zu knüpfen.“ Zwar gebe es zu Einzelaspekten der Gewalt gegen Kinder Hilfskonzepte, so Beckmann, doch verhindere bislang die Zuständigkeit der verschiedenen Ministerien und Behörden einen Gesamtrahmen für präventives Handeln. Beckmann weiter: „Diesen Erwartungen muss sich der Runde Tisch stellen und tragfähige Handlungsstrategien entwickeln.“ Keinesfalls dürfe der Lehrerberuf unter Generalverdacht gestellt werden, warnte Beckmann. „Das Klima an Bildungseinrichtungen darf nicht vergiftet werden.“

Der VBE übermittelte dem Runden Tisch der Bundesregierung gegen Kindesmissbrauch sein Positionspapier „Liebe zum Beruf: Ja, Verantwortung und Respekt gegenüber Schülerinnen und Schülern: Immer, Gewalttätige Nähe: Niemals“. Darin fordert der VBE insbesondere eine Lehrerausbildung, die für alle Lehrämter auch die psychischen wie physischen Anforderungen des Berufs, die sexualpädagogischen Grundlagen und die notwendigen personalen Kompetenzen theoretisch wie praktisch einbezieht. „Schulen müssen in Unterstützungssysteme eingebettet werden“, unterstreicht VBE-Bundesvorsitzender Beckmann, „die präventiv wirken und Fehlentwicklungen den Boden entziehen können.“